Die Umbenennung des Theaters, 19. Januar 1919
Am Tag, an dem die Deutschen die verfassunggebende Versammlung wählten, nahm das Theater, in dem diese Versammlung tagen sollte, den Namen „Deutsches Nationaltheater“ an.
Am 19. Januar 1919 verkündete das Haus, es werde fortan „Deutsches Nationaltheater in Weimar“ heißen. Die Hausgeschichte datiert das über das, was am selben Tag sonst geschah: Es war der Tag der Wahlen zur verfassunggebenden Nationalversammlung.
Das Datum ist die Sache
Dass ein Theater seinen Namen ändert, ist gewöhnlich eine kleine Verwaltungstatsache. Diese hier ist auf den Tag datiert, an dem das Land eine verfassunggebende Versammlung wählte, und die Hausgeschichte stellt diesen Zusammenhang selbst her, statt ihn Lesern zu überlassen.[1] Achtzehn Tage später nahm die gewählte Versammlung im Zuschauerraum dieses Theaters Platz und begann, eine Verfassung zu schreiben. Ein Haus, das sich am Wahlmorgen national nennt und im Februar das verfassunggebende Parlament beherbergt – Zufall ist das nur, wenn man darauf besteht.
Erneut umbenannt, nicht benannt
Das Haus spricht von einer erneuten Umbenennung: Es war also nicht die erste.[1] Auch ist der Name von 1919 nicht ganz der heutige: Vollständig heißt das Haus inzwischen „Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar“ – das Orchester steht mit im Namen.
Quellen
- Geschichte des Deutschen Nationaltheaters — Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar, abgerufen am 29. August 2026
Historische Orte
Historische Orte
Theaterplatz 2, 99423 Weimar
Den Namen trägt dieses Gebäude seit jenem Januar, in der Form, die das Haus damals verkündete.
Bühnen und Spielstätten
Theaterplatz 2, 99423 Weimar
Die Geschichtsseite des Hauses datiert seinen heutigen Namen auf den 19. Januar 1919.
Epoche
1918–1933
Das Theater nahm das Wort national an dem Tag an, an dem die verfassunggebende Versammlung der Republik gewählt wurde.