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Carolyne von Sayn-Wittgenstein

Auch bekannt als: Carolyne zu Sayn-Wittgenstein

1819–1887
polnisch
FürstinSchriftstellerin

Biografie

Während Liszts Jahren als Weimarer Hofkapellmeister wohnten zwei Menschen in der Villa Altenburg, und die Stadt nennt in ihrer Darstellung des Hauses beide. Die Fürstin Carolyne von Sayn-Wittgenstein war die andere.

Sie folgte ihm — und blieb, 1848–1861

Liszt lernte sie 1847 in Kiew kennen, und im Jahr darauf kam sie ihm nach Weimar nach, in eben dem Jahr, in dem er das Hofamt antrat. Ab 1848 bewohnten sie gemeinsam die Villa Altenburg an der Jenaer Straße, und das Haus, das die beiden dort führten, ist überhaupt der Grund, weshalb Musiker, Dichter und Maler in eine kleine thüringische Residenzstadt kamen. Das Amt des Hofkapellmeisters gab Liszt Ende 1858 auf, doch auf der Altenburg blieben beide bis 1861. Zur beabsichtigten Heirat kam es nie.

Warum sie zu Weimar gehört, 1848–1887

Man könnte sie als Lebensgefährtin verbuchen und es dabei belassen. Dagegen spricht, dass gerade die Altenburger Jahre die produktiven sind — die Wagner-Uraufführungen, die Schüler, der Kreis — und dass jede Darstellung dieses Hauses die Darstellung zweier Menschen ist, die es führten. Wer die Musik aufzählt und den Haushalt weglässt, hat einen Konzertsaal beschrieben, kein Leben. Sie überlebte Liszt um ein Jahr und starb 1887.

Was Besucher fragen

Wer war Carolyne von Sayn-Wittgenstein?
Eine polnische Fürstin und Schriftstellerin, die von 1848 bis 1861 mit Franz Liszt die Villa Altenburg bewohnte. Liszt lernte sie 1847 in Kiew kennen, im Jahr darauf kam sie ihm nach Weimar nach; auf der Altenburg blieben sie noch drei Jahre zusammen, nachdem er Ende 1858 sein Hofamt aufgegeben hatte.
Haben Carolyne von Sayn-Wittgenstein und Liszt geheiratet?
Nein. Sie beabsichtigten es, doch zur Heirat kam es nie.
Was geschah mit ihr nach Liszts Tod?
Sie überlebte ihn um ein Jahr und starb 1887.

Werke & Leistungen

Der Haushalt der Villa Altenburg, Weimar 1848–1861

Verbundene Orte in Weimar

Die AltenburgHistorisches Gebäude

Jenaer Straße 3, 99425 Weimar

Sie bewohnte das Haus ab 1848 mit ihm; der Haushalt der beiden zog den Kreis hierher.

Historischer Kontext

Im Altenburger Haushalt traf sich während Liszts Amtsjahren der musikalische Kreis der Epoche tatsächlich.

Als Goethe 1832 starb, stand Weimar vor der Frage, was eine Stadt nach ihrer Blütezeit eigentlich tut. Weimar machte weiter, und die Antwort dauerte sechsundachtzig Jahre — jene Epoche, die die Klassik Stiftung Weimar das Silberne Zeitalter nennt. An die Stelle der Literatur trat die Musik, zwei fürstliche Mäzene bezahlten dafür, und die Schulen, die sie gründeten, überlebten die Monarchie, die sie finanziert hatte.

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Kurzprofil

Geboren:

1819

Gestorben:

1887

Nationalität:

polnisch

Rollen:
FürstinSchriftstellerin