Über Jüdisches Leben in Weimar
Die jüdische Geschichte Weimars reicht rund sieben Jahrhunderte zurück, und sie war die längste Zeit keine Fußnote zur klassischen Stadt, sondern ein Teil von ihr. Der Rundgang nimmt den ganzen Bogen: mittelalterliche Ansiedlung, Vertreibung und Rückkehr, die Gemeinde des neunzehnten Jahrhunderts, die hier baute und zu Wohlstand kam — und dann die Jahre, in denen eine Stadt, die von Goethe und Schiller lebte, am Fuß des Berges lag, auf dem Buchenwald errichtet wurde. Der Weg bleibt in der Altstadt und auf gut erlaufbarem Grund, was für sich schon ein Argument ist: Das meiste, worauf er zeigt, ist kein Denkmal, sondern eine gewöhnliche Adresse. Zwei Stunden, an einzelnen angekündigten Terminen statt nach Wochenplan.