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Johann Peter Eckermann

1792–1854
deutsch
SchriftstellerHerausgeberBibliothekar

Biografie

Fast alles, was die Welt darüber zu wissen glaubt, wie Goethe sprach, kommt über einen einzigen Mann — der im Juni 1823 ohne Anstellung nach Weimar kam, in der Hoffnung, der alte Dichter werde sein Manuskript lesen. Goethe las es, bat ihn zu bleiben und bei redaktioneller Arbeit zu helfen, und Eckermann ging nie wieder richtig fort.

Die Gespräche waren keine Zufälle

Die Neue Deutsche Biographie formuliert es genau: „Aus anfänglich mehr zufälligen Gesprächen wurden im Laufe der Zeit … bewußte und oft geplante Unterhaltungen.“ Die „Gespräche mit Goethe“ sind also kein Protokoll eines laut denkenden Mannes, sondern eine zunehmend planvolle Zusammenarbeit zweier Seiten — eines berühmten alten Autors und eines jungen, der verstand, was er da sammelte. Wertloser wird das Buch dadurch nicht. Es ist nur eine andere Art von Dokument, als die meisten Leser annehmen.

Zwei Bände, dann ein dritter, 1837–1848

„Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens 1823–32“ erschien 1837 in zwei Bänden, fünf Jahre nach Goethes Tod; ein dritter folgte 1848. Es wurde zusammengetragen von einem Mann, der in die Stadt gekommen war, um eine Gefälligkeit zu erbitten.

Was es ihm einbrachte, 1823–1854

Wenig. Er unterrichtete den Erbgroßherzog Carl Alexander und war Bibliothekar der Großherzogin Maria Pawlowna; 1843 wurde er Hofrat; sein Gehalt als großherzoglicher Bibliothekar reichte zum Leben kaum aus. 1854 starb er in Weimar — in einer Stadt, die zum Wallfahrtsort geworden war, nicht zuletzt wegen eines Buches, das er geschrieben hatte.

Was Besucher fragen

Wie lernte Johann Peter Eckermann Goethe kennen?
Er kam im Juni 1823 ohne Anstellung nach Weimar, in der Hoffnung, Goethe werde sein Manuskript lesen. Goethe tat es, bat ihn zu bleiben und bei redaktioneller Arbeit zu helfen, und Eckermann ging nie wieder richtig fort.
Was sind die Gespräche mit Goethe?
Eckermanns Aufzeichnung seiner Unterhaltungen mit Goethe über dessen letzte neun Lebensjahre, veröffentlicht in zwei Bänden 1837 und einem dritten 1848 — kein Protokoll spontaner Rede, sondern eine zunehmend planvolle Zusammenarbeit beider Männer.
Welche weiteren Ämter hatte Eckermann in Weimar inne?
Er unterrichtete den künftigen Großherzog Carl Alexander, war Bibliothekar der Großherzogin Maria Pawlowna und wurde 1843 Hofrat — sein Gehalt als großherzoglicher Bibliothekar reichte allerdings zum Leben kaum aus.

Werke & Leistungen

Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens 1823–32 (Bde. I–II 1837, Bd. III 1848)

Historischer Kontext

Weimarer Klassik17751832

Der Protokollant der Epoche — und der Grund, warum sich so viel von ihr überhaupt zitieren lässt.

Rund sechzig Jahre lang lag der Mittelpunkt der deutschen Literatur in einem Herzogtum mit ein paar tausend Einwohnern — weil dessen Fürst Schriftsteller einlud und ihnen anschließend Ämter gab. Das ist der ganze Mechanismus, und er lief von Goethes Ankunft 1775 bis zu seinem Tod 1832.

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Kurzprofil

Geboren:

1792

Gestorben:

1854

Nationalität:

deutsch

Rollen:
SchriftstellerHerausgeberBibliothekar

Auf der Bühne

Auf der Bühne

Goethes geheimer Auftrag

Walter Hesse

Der Abend gehört ihm: dem Gehilfen des Titels, der endlich einen Auftrag bekommt.