Goethes geheimer Auftrag
Von Walter Hesse
Eckermann, dessen Name zum Wort für Dienstbarkeit wurde, bekommt endlich etwas zu tun.
In 6 Tagen
8. September 2026 · 20:00 Uhr
Über Goethes geheimer Auftrag
Eckermann kam für kurze Zeit nach Weimar, traf Goethe und blieb lebenslang, für kärgsten Lohn — und sein Name wurde, wie das Haus schreibt, „zum geflügelten Wort für eine geflissentliche Diener-Existenz“. Damit beginnt die Komödie, und danach lässt sie den Gedanken nicht mehr los: Der Gehilfe erhält „einen gewichtigen und höchst geheimen Auftrag“, und der Abend sieht zu, was ein Leben in Ergebenheit anstellt, wenn es endlich handeln soll. Es ist das schärfste Stück dieses Repertoires darüber, was es kostet, neben einem großen Mann zu stehen — und das Haus spielt es als Komödie, was die einzige Form ist, in der das funktioniert.
Vorstellungen
Ebenfalls auf dieser Bühne
Wo
Lucas-Cranach-Haus, Markt 11/12, 99423 Weimar
Veranstalter
Theater im Gewölbe
Angaben beim Veranstalter geprüft am 29. August 2026
Orte und Personen
Persönlichkeiten
1749–1832 • Dichter • Staatsmann • Naturforscher
Der Auftraggeber — und der Grund, warum Eckermann Weimar nie verließ.
1792–1854 • Schriftsteller • Herausgeber • Bibliothekar
Der Abend gehört ihm: dem Gehilfen des Titels, der endlich einen Auftrag bekommt.
Epochen
Der späte Hof, gesehen von dem aus, der das Notizbuch hält.
Rund sechzig Jahre lang lag der Mittelpunkt der deutschen Literatur in einem Herzogtum mit ein paar tausend Einwohnern — weil dessen Fürst Schriftsteller einlud und ihnen anschließend Ämter gab. Das ist der ganze Mechanismus, und er lief von Goethes Ankunft 1775 bis zu seinem Tod 1832.