Goethes Faust
Von Johann Wolfgang von Goethe
Eine Annäherung, kein Denkmal: zwei Schauspieler nehmen sich Goethes Faust mit Neugier, Respekt und viel Humor vor.
In 2 Tagen
4. September 2026 · 21:00 Uhr
Über Goethes Faust
Der Untertitel ist schon das ganze Argument: eine Annäherung. Zwei Schauspieler gehen den Text mit künstlerischer Neugier und Respekt an, nicht mit Ehrfurcht, und die Regie lässt Humor und Fantasie die Arbeit tun, die man bei diesem Stück sonst der Feierlichkeit überlässt. Heraus kommt der älteste menschliche Konflikt des Repertoires, gestellt neben die, mit denen das Publikum hereingekommen ist. Elisabeth Möckel und Martin Bertram spielen, Regine Heintze führt Regie, und die Gewölbe erledigen den Rest: Auf diese Entfernung ist der Faust ein Gespräch und kein Monument. In Weimar, wo das Stück auch ein touristisches Produkt ist, ist das die brauchbare Fassung.
Vorstellungen
Ebenfalls auf dieser Bühne
Wo
Lucas-Cranach-Haus, Markt 11/12, 99423 Weimar
Veranstalter
Theater im Gewölbe
Angaben beim Veranstalter geprüft am 29. August 2026
Orte und Personen
Persönlichkeiten
1749–1832 • Dichter • Staatsmann • Naturforscher
Sein Stück, angenähert statt vollständig inszeniert — „Annäherung“ ist das Wort des Hauses.
Epochen
Das zentrale Werk der klassischen Jahrzehnte, gespielt in der Stadt, in der sein Autor sie verbrachte.
Rund sechzig Jahre lang lag der Mittelpunkt der deutschen Literatur in einem Herzogtum mit ein paar tausend Einwohnern — weil dessen Fürst Schriftsteller einlud und ihnen anschließend Ämter gab. Das ist der ganze Mechanismus, und er lief von Goethes Ankunft 1775 bis zu seinem Tod 1832.