Paul Klee

18791940
deutsch-schweizerisch
KünstlerMaler

Biografie

Paul Klee war ein gefeierter Künstler der Avantgarde, der am Bauhaus lehrte und Weimar eine unverwechselbare Bildwelt hinzufügte. In der Schweiz geboren, wurde er von Walter Gropius berufen und trat 1921 in Weimar der Bauhaus-Lehrerschaft bei, wo er in der Buchbinderei- und der Malwerkstatt unterrichtete. Bereits bekannt für seinen abstrakten, poetischen Stil, prägte Klee die Farb- und Formenlehre des Bauhauses entscheidend mit. In seinen Weimarer Jahren (1921–1925) entwickelte er seine pädagogischen Ideen — seine Vorträge über moderne Kunst und das „denkende Auge“ wurden unter den Studierenden legendär. Zugleich entstand ein umfangreiches Werk: zarte Aquarelle wie „Die Zwitscher-Maschine“ (1922) und geometrische Kompositionen, die Farbabstufungen erkunden. Klees Wirken am Bauhaus verband freie Kunst und angewandte Gestaltung; mit Kandinsky arbeitete er eng zusammen und prägte den spielerisch-experimentellen Geist der Schule. Als das Bauhaus nach Dessau ging, zog er mit — sein Name bleibt aber mit Weimars modernem Kapitel verbunden. Im Museum Neues Weimar sind Werke aus der Bauhaus-Zeit zu sehen, seine Lehre ist in den Archiven der Bauhaus-Universität überliefert.

Bekannte Zitate

Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.

Paul Klee

Die Hauptsache ist jetzt nicht, frühreif zu malen, sondern zu sein oder wenigstens zu werden: eine Persönlichkeit.

Paul Klee

Werke & Leistungen

Die Zwitscher-Maschine (1922)

Pädagogisches Skizzenbuch (1925)

Fisch-Zauber

Schloss und Sonne

Ad Parnassum

Senecio

Verbundene Orte in Weimar

Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar

Zeigt Werke und Unterrichtsblätter Klees aus der Weimarer Zeit als Teil der Bauhaus-Sammlung

Beleg: Das Bauhaus-Museum präsentiert Arbeiten Klees aus seinen Lehrjahren am Bauhaus

Historischer Kontext

War 1921–1925 Bauhaus-Meister in Weimar, lehrte und schuf hier einflussreiche moderne Kunst

Historischer Beleg: Klee lehrte von 1921 bis 1925 am Weimarer Bauhaus und prägte dessen Lehrinhalte

Weimar war die Wiege des Bauhauses, jener revolutionären Schule für Kunst, Gestaltung und Architektur. Nach dem Ersten Weltkrieg führte der Architekt Walter Gropius die Großherzoglich-Sächsische Kunstschule und die Kunstgewerbeschule zusammen und gründete 1919 das Staatliche Bauhaus in Weimar. Es vereinte Maler, Gestalter und Handwerker mit dem radikalen Ziel, Kunst und funktionale Gestaltung zusammenzuführen. In den Weimarer Jahren (1919–1925) lehrten hier Paul Klee, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger und Johannes Itten, die einen Lehrplan aus avantgardistischer Kunsttheorie und praktischer Werkstattarbeit entwickelten. Studierende und Meister arbeiteten gemeinsam an Keramik, Möbeln, Grafik und Architektur. Zu den wichtigsten Projekten zählt das Haus am Horn, das Musterhaus der Bauhaus-Ausstellung von 1923, das den Grundsatz der Form aus der Funktion vorführte. Trotz seiner Schaffenskraft stand das Bauhaus unter politischem Druck konservativer Kräfte in Thüringen; 1924 wurden die Mittel gekürzt. 1925 zog es nach Dessau — das Weimarer Kapitel war beendet. So kurz es war, es prägte Kunst und Gestaltung des 20. Jahrhunderts grundlegend und machte Weimar zu einem Ort der Moderne, heute Teil des UNESCO-Welterbes.

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Kurzprofil

Geboren:

1879

Gestorben:

1940

Nationalität:

deutsch-schweizerisch

Rollen:
KünstlerMaler