Bauhaus-Museum Weimar
Über diesen Ort
Die weltweit älteste museale Sammlung von Bauhaus-Werkstattarbeiten — in einem Haus, das jünger ist als die meisten seiner Besucher.
Die Sammlung ist älter als das Museum
Es gibt sie, weil Walter Gropius schon in den 1920er Jahren begann, Stücke aus den Werkstätten beiseitezulegen, während die Schule noch arbeitete; die Klassik Stiftung nennt sie die weltweit älteste museale Sammlung von Bauhaus-Werkstattarbeiten, inzwischen 13.000 Objekte. In der Beschreibung ihrer Bestände heißt es, er habe für das Museum mehr als 160 Spitzenexponate aus mehreren tausend Produkten der Bauhauswerkstätten ausgewählt. Eine ungewöhnliche Herkunft: Museen sammeln eine Bewegung meist, wenn sie vorbei ist — diese hier hat der angefangen, der sie leitete.
Die Stücke, wegen derer man kommt
Es sind die kleinen. Die Tischlampe von Wilhelm Wagenfeld und Carl Jakob Jucker, die Teekanne von Marianne Brandt, der Lattenstuhl von Marcel Breuer, Möbel von Ludwig Mies van der Rohe, Arbeiten von Paul Klee, László Moholy-Nagy und Lyonel Feininger. Dinge, die für die Serienfertigung entworfen wurden, stehen hundert Jahre später in Vitrinen — Alltagsgegenstände, zu Museumsstücken geworden.
Geordnet nach Fragen, nicht nach Jahren
Die ständige Ausstellung heißt „Das Bauhaus kommt aus Weimar“ und folgt den Fragen der Schule statt ihrer Chronologie: Wie wollen wir wohnen, was darf ein Gebrauchsding kosten und wie soll es aussehen, für wen wird gestaltet. Das passt zum Material besser als ein Zeitstrahl, denn die Werkstätten stritten über diese Fragen — sie durchliefen keine Phasen.
Das Haus
Die Klassik Stiftung eröffnete das Museum im April 2019, zum hundertsten Jahrestag der Gründung: ein bewusst schmuckloser Block am Stéphane-Hessel-Platz. Seine These lautet, das Bauhaus sei kein Stil zum Bewundern, sondern ein Satz Fragen, der hier zuerst gestellt wurde.
Verbundene Persönlichkeiten
Architekt • Gründer und Direktor des Bauhauses • Lehrer
Er legte die Sammlung in den 1920er Jahren an, während er die Schule noch leitete.
Möbelgestalter • Architekt • Bauhausschüler, dann Meister
Sein Lattenstuhl gehört zu den Stücken, für die das Haus bekannt ist.
Maler • Bauhausmeister • Lehrer
Arbeiten von Klee aus seinen Weimarer Lehrjahren sind in der Sammlung.
Maler • Grafiker • Bauhausmeister
Arbeiten von Feininger aus den Weimarer Jahren der Schule sind in der Sammlung.
Gestalterin • Metallgestalterin • Fotografin
Ihre Teekanne gehört zu den Stücken, die das Haus in seiner eigenen Beschreibung der Sammlung nennt.
Gestalter • Silberschmied • Industriedesigner
Hier steht die Tischleuchte, die er 1924 mit Carl Jacob Jucker machte — das Ding, das die meisten vor Augen haben, wenn sie „Bauhaus“ hören.
Künstler • Fotograf • Bauhausmeister
Arbeiten von Moholy-Nagy sind in der Sammlung; er leitete die Metallwerkstatt, aus der ein Gutteil dieser Metallarbeiten kommt.
Besuchsinformationen
11 € Erwachsene; 8 € ermäßigt; 4 € Schüler(innen)
Mi–Mo 10–18 Uhr; dienstags geschlossen
Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar
50.9850, 11.3245
Übernachten und essen in der Nähe
Übernachten
Goetheplatz 2, 99423 Weimar
Das Bauhaus-Museum liegt am Stéphane-Hessel-Platz 1, das Hotel am Goetheplatz.
Goetheplatz 6, 99423 Weimar
Über den Weimarhallenpark hinweg, vom Platz des Hostels aus.
Kurt-Nehrling-Straße 50, 99423 Weimar
Das Haus nennt das neue Bauhaus-Museum unter dem, was in seiner Nähe liegt.
Essen & Trinken
Rollplatz 8a, Weimar
Eines der beiden Wahrzeichen, mit denen das Haus seinen Platz beschreibt.
Veranstaltungen an diesem Ort
Veranstaltungen
Freitags und samstags 14 Uhr, vom 21. März bis 1. November auch mittwochs
Bewahrt die Sammlung, von der der Rundgang erzählt; Bauten und Objekte gehören zusammen.
Frühjahr bis Sommer, im Bauhaus-Museum
Das Haus, das sie zeigte – und der naheliegende Ort für eine These darüber, wie auf das Bauhaus geschaut wird.
Eine Samstagnacht im Mai, 18 bis 24 Uhr
Das moderne Ende einer Nacht, die sonst den klassischen Häusern gehört – ein Ort der Route ohne 18. Jahrhundert.
Ein Wochenende Anfang September
Das Museum hält die Sammlung, an der sich dieses Wochenende reibt.
In Weimars Geschichte
Historische Orte
Der schlichte Kubus von 2019, der die Zeitlinie schließt.
Am Horn 61, 99425 Weimar
Die Ausstattung des Musterhauses von 1923 war genau diese Art von Werkstattarbeit.
Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar
Die Schule, in deren Werkstätten das alles entstanden ist.
Epochen
Das Museum der Epoche: die Werkstattarbeiten des Weimarer Bauhauses, seit den 1920er Jahren zusammengehalten.
Das Bauhaus wurde 1919 in Weimar gegründet und war 1925 wieder fort — Zeit genug, um zu ändern, was eine Gestaltungsschule ist, und zu wenig für die Stadt, die es hervorgebracht hat, um es zu behalten.
Bühnen und Spielstätten
Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar