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Museum
Erbaut 2019

Bauhaus-Museum Weimar

Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar
Das Bauhaus-Museum Weimar, ein hellgrauer Betonkubus, von der Terrasse der Weimarhalle in der Dämmerung gesehen; rechts der rote Bau des ehemaligen Gauforums und die dunkle Lamellenfassade der Weimarhalle

Das Bauhaus-Museum von der Terrasse der Weimarhalle, dahinter das Gauforum.

Das Bauhaus-Museum von der Terrasse der Weimarhalle, dahinter das Gauforum.(Weimar Web)
Das Bauhaus-Museum Weimar bei Sonnenuntergang: der fensterlose graue Kubus mit seinen horizontalen Bändern hinter dunklen Bäumen unter orange-blauem Abendhimmel

Der Museumskubus bei Sonnenuntergang, von der Seite des Weimarhallenparks.

Der Museumskubus bei Sonnenuntergang, von der Seite des Weimarhallenparks.(Weimar Web)

Über diesen Ort

Die weltweit älteste museale Sammlung von Bauhaus-Werkstattarbeiten — in einem Haus, das jünger ist als die meisten seiner Besucher.

Die Sammlung ist älter als das Museum

Es gibt sie, weil Walter Gropius schon in den 1920er Jahren begann, Stücke aus den Werkstätten beiseitezulegen, während die Schule noch arbeitete; die Klassik Stiftung nennt sie die weltweit älteste museale Sammlung von Bauhaus-Werkstattarbeiten, inzwischen 13.000 Objekte. In der Beschreibung ihrer Bestände heißt es, er habe für das Museum mehr als 160 Spitzenexponate aus mehreren tausend Produkten der Bauhauswerkstätten ausgewählt. Eine ungewöhnliche Herkunft: Museen sammeln eine Bewegung meist, wenn sie vorbei ist — diese hier hat der angefangen, der sie leitete.

Die Stücke, wegen derer man kommt

Es sind die kleinen. Die Tischlampe von Wilhelm Wagenfeld und Carl Jakob Jucker, die Teekanne von Marianne Brandt, der Lattenstuhl von Marcel Breuer, Möbel von Ludwig Mies van der Rohe, Arbeiten von Paul Klee, László Moholy-Nagy und Lyonel Feininger. Dinge, die für die Serienfertigung entworfen wurden, stehen hundert Jahre später in Vitrinen — Alltagsgegenstände, zu Museumsstücken geworden.

Geordnet nach Fragen, nicht nach Jahren

Die ständige Ausstellung heißt „Das Bauhaus kommt aus Weimar“ und folgt den Fragen der Schule statt ihrer Chronologie: Wie wollen wir wohnen, was darf ein Gebrauchsding kosten und wie soll es aussehen, für wen wird gestaltet. Das passt zum Material besser als ein Zeitstrahl, denn die Werkstätten stritten über diese Fragen — sie durchliefen keine Phasen.

Das Haus

Die Klassik Stiftung eröffnete das Museum im April 2019, zum hundertsten Jahrestag der Gründung: ein bewusst schmuckloser Block am Stéphane-Hessel-Platz. Seine These lautet, das Bauhaus sei kein Stil zum Bewundern, sondern ein Satz Fragen, der hier zuerst gestellt wurde.

Verbundene Persönlichkeiten

Walter Gropius1883–1969

Architekt • Gründer und Direktor des Bauhauses • Lehrer

Er legte die Sammlung in den 1920er Jahren an, während er die Schule noch leitete.

Marcel Breuer1902–1981

Möbelgestalter • Architekt • Bauhausschüler, dann Meister

Sein Lattenstuhl gehört zu den Stücken, für die das Haus bekannt ist.

Paul Klee1879–1940

Maler • Bauhausmeister • Lehrer

Arbeiten von Klee aus seinen Weimarer Lehrjahren sind in der Sammlung.

Lyonel Feininger1871–1956

Maler • Grafiker • Bauhausmeister

Arbeiten von Feininger aus den Weimarer Jahren der Schule sind in der Sammlung.

Marianne Brandt1893–1983

Gestalterin • Metallgestalterin • Fotografin

Ihre Teekanne gehört zu den Stücken, die das Haus in seiner eigenen Beschreibung der Sammlung nennt.

Gestalter • Silberschmied • Industriedesigner

Hier steht die Tischleuchte, die er 1924 mit Carl Jacob Jucker machte — das Ding, das die meisten vor Augen haben, wenn sie „Bauhaus“ hören.

Künstler • Fotograf • Bauhausmeister

Arbeiten von Moholy-Nagy sind in der Sammlung; er leitete die Metallwerkstatt, aus der ein Gutteil dieser Metallarbeiten kommt.

Besuchsinformationen

Eintritt

11 € Erwachsene; 8 € ermäßigt; 4 € Schüler(innen)

Öffnungszeiten

Mi–Mo 10–18 Uhr; dienstags geschlossen

Lage

Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar

50.9850, 11.3245

Offizielle Website

Übernachten und essen in der Nähe

Übernachten

Goetheplatz 2, 99423 Weimar

Das Bauhaus-Museum liegt am Stéphane-Hessel-Platz 1, das Hotel am Goetheplatz.

Goetheplatz 6, 99423 Weimar

Über den Weimarhallenpark hinweg, vom Platz des Hostels aus.

Pension a la KleinertPension mit Frühstück

Kurt-Nehrling-Straße 50, 99423 Weimar

Das Haus nennt das neue Bauhaus-Museum unter dem, was in seiner Nähe liegt.

Essen & Trinken

Schnitzeloase Weimar

Rollplatz 8a, Weimar

Eines der beiden Wahrzeichen, mit denen das Haus seinen Platz beschreibt.

Veranstaltungen an diesem Ort

Veranstaltungen

Bauhaus-Spaziergang

Freitags und samstags 14 Uhr, vom 21. März bis 1. November auch mittwochs

Bewahrt die Sammlung, von der der Rundgang erzählt; Bauten und Objekte gehören zusammen.

Historie trifft Gegenwart — UNESCO-Bauhaus-Stätten im Spiegel von Zeit und Sichtweisen

Frühjahr bis Sommer, im Bauhaus-Museum

Das Haus, das sie zeigte – und der naheliegende Ort für eine These darüber, wie auf das Bauhaus geschaut wird.

Lange Nacht der Museen

Eine Samstagnacht im Mai, 18 bis 24 Uhr

Das moderne Ende einer Nacht, die sonst den klassischen Häusern gehört – ein Ort der Route ohne 18. Jahrhundert.

NEW bauhaus

Ein Wochenende Anfang September

Das Museum hält die Sammlung, an der sich dieses Wochenende reibt.

In Weimars Geschichte

Historische Orte

Der schlichte Kubus von 2019, der die Zeitlinie schließt.

Am Horn 61, 99425 Weimar

Die Ausstattung des Musterhauses von 1923 war genau diese Art von Werkstattarbeit.

Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar

Die Schule, in deren Werkstätten das alles entstanden ist.

Epochen

Das Museum der Epoche: die Werkstattarbeiten des Weimarer Bauhauses, seit den 1920er Jahren zusammengehalten.

Das Bauhaus wurde 1919 in Weimar gegründet und war 1925 wieder fort — Zeit genug, um zu ändern, was eine Gestaltungsschule ist, und zu wenig für die Stadt, die es hervorgebracht hat, um es zu behalten.

Bühnen und Spielstätten

Bauhaus-Museum Weimar

Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar