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Marianne Brandt

1893–1983
deutsch
GestalterinMetallgestalterinFotografin

Biografie

Sie hatte in Weimar schon jahrelang Kunst studiert, als in derselben Stadt das Bauhaus aufmachte, wurde mit dreißig noch einmal Studentin — und leitete am Ende die Metallwerkstatt, aus der einige der bekanntesten Gestaltungen der Schule kamen.

Weimar vor dem Bauhaus, 1911–1923

1893 in Chemnitz geboren, kam Brandt 1911 nach Weimar, erst an eine private Kunstschule, dann an die Hochschule für bildende Kunst: Malerei bei Fritz Mackensen und Robert Weise, Bildhauerei bei Richard Engelmann.[1] Sie war ausgebildete Malerin in dieser Stadt, bevor Gropius hier ankam — was man mitdenken sollte, wo das Bauhaus so erzählt wird, als habe es die Kunst nach Weimar gebracht.

Noch einmal von vorn, in Metall, 1923

1923 kam sie ans Bauhaus und begann wieder beim Vorkurs, bei Josef Albers und László Moholy-Nagy, dazu Unterricht bei Paul Klee und Wassily Kandinsky.[1] Danach ging sie in die Metallwerkstatt bei Moholy-Nagy — eine Frau in der Werkstatt mit Hammer und Drehbank statt in der Weberei, was an dieser Schule nicht der übliche Weg war.

Die Werkstatt, die sie später leitete, 1926–1929

Ihre Kannen und Schalen aus der Mitte der zwanziger Jahre sind die Stücke, für die sie am bekanntesten ist. Sie ging mit der Schule nach Dessau, entwarf ab 1926 Leuchten für den Neubau, leitete ab dem Sommersemester 1927 die lichttechnischen Versuche der Werkstatt und von Mai 1928 bis zum 1. Juli 1929 die Metallwerkstatt selbst.[1] Ihr Bauhaus-Diplom, Nummer 2 dieser Werkstatt, datiert vom 10. September 1929.[1]

Industrie und wieder Lehre, 1929–1983

1929 arbeitete sie im Architekturbüro von Gropius, leitete danach bis 1932 die Entwurfsabteilung der Metallwarenfabrik Ruppelwerk in Gotha und unterrichtete später an den Hochschulen in Dresden und Berlin-Weißensee.[1] Bekannt wurde sie vor allem durch Industrieprodukte aus Metall und Glas sowie durch ihre Fotografien und Fotomontagen. 1983 starb sie in Kirchberg in Sachsen.[1]

Was Besucher fragen

Was tat Marianne Brandt vor dem Bauhaus?
Sie hatte bereits ab 1911 in Weimar Malerei und Bildhauerei studiert, an einer privaten Kunstschule und dann an der Hochschule für bildende Kunst[1] — eine ausgebildete Malerin in der Stadt, bevor Gropius ankam.
Welchen Weg ging Marianne Brandt am Bauhaus?
1923 kam sie mit dreißig Jahren ans Bauhaus und begann noch einmal beim Vorkurs, ging dann in die Metallwerkstatt bei László Moholy-Nagy — ein ungewöhnlicher Weg: Die meisten Frauen an der Schule landeten in der Weberei.
Für welche Objekte ist Marianne Brandt bekannt?
Ihre Kannen und Schalen aus der Mitte der zwanziger Jahre, darunter das Tee-Extraktkännchen MT 49 (1924); von Mai 1928 bis Juli 1929 leitete sie die Metallwerkstatt selbst.[1]
Kann man die Orte besuchen, an denen Marianne Brandt studierte und arbeitete?
Ja, die Bauhaus-Universität Weimar, wo sie ab 1923 im Vorkurs und in der Metallwerkstatt studierte.

Quellen

  1. Marianne Brandt — Bauhaus Kooperation, abgerufen am 29. August 2026

Werke & Leistungen

das Tee-Extraktkännchen MT 49 (1924)

Leuchtenentwürfe für das Dessauer Bauhausgebäude

Verbundene Orte in Weimar

Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar

Ab 1923 studierte sie in den Weimarer Gebäuden der Schule, erst im Vorkurs, dann in der Metallwerkstatt.

Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar

Ihre Teekanne gehört zu den Stücken, die das Haus in seiner eigenen Beschreibung der Sammlung nennt.

Historischer Kontext

Ab 1923 an der Schule — erst Studentin in Weimar, später Leiterin ihrer Metallwerkstatt in Dessau.

Das Bauhaus wurde 1919 in Weimar gegründet und war 1925 wieder fort — Zeit genug, um zu ändern, was eine Gestaltungsschule ist, und zu wenig für die Stadt, die es hervorgebracht hat, um es zu behalten.

Mehr über diese Epoche →

Kurzprofil

Geboren:

1893

Gestorben:

1983

Nationalität:

deutsch

Rollen:
GestalterinMetallgestalterinFotografin