Hauptgebäude der Bauhaus-Universität
Über diesen Ort
Das Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar ist ein Meisterwerk des Jugendstils — und der Ort, an dem das Bauhaus begann. Der belgische Architekt Henry van de Velde entwarf den Bau, der 1905–1911 als Großherzoglich-Sächsische Kunstgewerbeschule entstand; von 1919 bis 1925 war hier Walter Gropius' Staatliches Bauhaus zu Hause. Heute ist es das zentrale Lehrgebäude der Universität. Außen fallen die weiten Bogenfenster und die Sgraffito-Dekorationen van de Veldes auf. Innen beeindrucken die restaurierte Van-de-Velde-Aula mit ihren fließenden Linien und das große Treppenhaus, das durch Fotografien mit Bauhaus-Studierenden berühmt wurde. Die offenen Ateliers und Werkstätten verkörperten ein neues pädagogisches Denken. Gropius, Paul Klee und Wassily Kandinsky gingen hier ein und aus. Nach dem Weggang des Bauhauses beherbergte der Bau Architekturschulen und nach der Wiedervereinigung die 1996 gegründete Bauhaus-Universität. Als Teil des UNESCO-Welterbes „Das Bauhaus und seine Stätten“ ist das Hauptgebäude im Rahmen von Führungen zugänglich — ein lebendiger Lehrort, der die Gestaltungsrevolution der Vergangenheit mit der Ausbildung von heute verbindet.
Verbundene Persönlichkeiten
Architekt • Gestalter
Entwarf das Hauptgebäude der Kunstschule (1904–1911), heute Teil des Campus der Bauhaus-Universität
Beleg: Van de Veldes Schulgebäude in Weimar ist UNESCO-Welterbe und weiter in Hochschulnutzung
Maler • Gestalter • Bauhaus-Meister
Unterrichtete den Vorkurs am ursprünglichen Bauhaus (1919–1923)
Beleg: Unterlagen zur Entwicklung des Vorkurses und zur Lehre
Architekt • Möbeldesigner • Bauhaus-Schüler und -Meister
Erst Schüler, dann Meister am Bauhaus; baute die Möbelwerkstatt aus
Beleg: Studien- und Werkstattunterlagen
Ebenfalls mit diesem Ort verbunden:
Besuchsinformationen
Frei zugänglich (Campusgebäude); Führungen möglich
Mo–Fr 08:00–20:00 (außerhalb eingeschränkt); Führungen nach Vereinbarung
Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar
50.9744, 11.3290