László Moholy-Nagy
Biografie
Berufen wurde er in dem Monat, in dem Johannes Itten ging — und die Schule, die mit Atemübungen begonnen hatte, wandte sich der Maschine zu.
März 1923
Walter Gropius berief ihn im März 1923 als Meister[1] — im selben Monat, in dem Itten nach den Differenzen kündigte, die sich ein Jahr lang aufgebaut hatten.[2] Zwei Lehrer gingen einander in der Tür vorbei, und dieser Austausch markiert einen wirklichen Wendepunkt des Weimarer Bauhauses: Auf den, der Fasten und Atemübungen lehrte, folgte einer, der in Kameras, Leuchten und Serienfertigung dachte.
Vorkurs und Metallwerkstatt, 1923–1928
Von 1923 bis 1925 leitete er beides — den Vorkurs, den jede und jeder durchlief, und die Metallwerkstatt —, und führte dieselben beiden Aufgaben von 1925 bis 1928 in Dessau weiter.[1] Aus dieser Metallwerkstatt kamen in diesen Jahren die Leuchten und Teeservices, an denen man das Bauhaus bis heute erkennt: So sieht ein Lehrerwechsel aus, wenn er beim Gegenstand ankommt.
Er übernahm auch die Wohnung, 1923
Nach Ittens Weggang übernahm Moholy-Nagy nicht nur dessen Nachfolge, sondern auch dessen Wohnung — die Villa in der damaligen Wilhelms-Allee 2, heute Leibnizallee 2.[3] Es ist ein genauer Zufall: dieselben Räume, derselbe Kurs, die entgegengesetzte Auffassung davon, wozu eine Gestaltungsschule da ist.
Nach fünf Jahren Lehre, 1928–1946
1928 verließ er das Bauhaus und gründete ein eigenes Atelier für Typografie und Ausstellungsgestaltung.[1] 1895 in Bácsborsód geboren, starb er 1946 in Chicago.[1]
Was Besucher fragen
- Welche Verbindung hat László Moholy-Nagy zum Bauhaus?
- Walter Gropius berief ihn im März 1923 als Meister,[1] im selben Monat, in dem Johannes Itten kündigte.[2] Moholy-Nagy übernahm sowohl den Vorkurs als auch die Metallwerkstatt.
- Was entstand unter Moholy-Nagy in der Bauhaus-Metallwerkstatt?
- Die Leuchten und Teeservices, an denen man das Bauhaus bis heute erkennt, entstanden von 1923 bis 1925 in Weimar und von 1925 bis 1928 in Dessau.[1]
- Wohnte Moholy-Nagy in Johannes Ittens alter Wohnung?
- Ja — nach Ittens Weggang übernahm Moholy-Nagy nicht nur dessen Nachfolge, sondern auch dessen Wohnung in der damaligen Wilhelms-Allee 2, heute Leibnizallee 2.[3]
- Kann man den Ort besuchen, an dem Moholy-Nagy unterrichtete?
- Ja, die Bauhaus-Universität Weimar, in den van-de-Velde-Bauten, wo er ab 1923 den Vorkurs und die Metallwerkstatt leitete.
Quellen
- László Moholy-Nagy — Bauhaus Kooperation, abgerufen am 29. August 2026
- Johannes Itten — Bauhaus Kooperation, abgerufen am 29. August 2026
- Bauhausstätten in Weimar — Stadt Weimar, abgerufen am 29. August 2026
Werke & Leistungen
der Bauhaus-Vorkurs unter seiner Leitung (1923–1928)
die Weimarer Arbeiten der Metallwerkstatt
Verbundene Orte in Weimar
Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar
Ab 1923 unterrichtete er in van de Veldes Bauten den Vorkurs und leitete die Metallwerkstatt.[^bauhauskooperation-moholynagy]
Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar
Arbeiten von Moholy-Nagy sind in der Sammlung; er leitete die Metallwerkstatt, aus der ein Gutteil dieser Metallarbeiten kommt.
Park an der Ilm, 99423 Weimar
Er leitete den Vorkurs in den Jahren, in denen die Schule ihn in diesen Räumen unterrichtete.
Historischer Kontext
Meister ab März 1923 — und derjenige, der die Lehre der Schule zur Maschine hin drehte.
Das Bauhaus wurde 1919 in Weimar gegründet und war 1925 wieder fort — Zeit genug, um zu ändern, was eine Gestaltungsschule ist, und zu wenig für die Stadt, die es hervorgebracht hat, um es zu behalten.
Mehr über diese Epoche →Kurzprofil
1895
1946
ungarisch