Goethes Wohnhaus und Nationalmuseum
Über diesen Ort
1782 zog Goethe als Mieter in das Haus am Frauenplan und lebte und arbeitete dort fast fünfzig Jahre, bis zu seinem Tod im Haus am 22. März 1832. Achtzehn Räume sind mit seinen eigenen Möbeln und Sammlungen zugänglich, Arbeitszimmer und Privatbibliothek so, wie er sie hinterließ; das 1885 gegründete Goethe-Nationalmuseum führt das Haus zusammen mit der Ausstellung nebenan.
Gebaut 1709, gemietet 1782, geschenkt 1794
Das Haus wurde zwischen 1707 und 1709 für den fürstlichen Kammerkommissar und Strumpfhändler Georg Caspar Helmershausen erbaut.[1] 1782 mietete Goethe die westliche Hälfte, und von diesem Einzug an lebte und wirkte er hier fast fünfzig Jahre lang.[1][2] 1794 schenkte ihm Herzog Carl August das Haus mündlich, 1801 auch schriftlich, und am 12. Januar 1807 wurde es ihm offiziell übereignet.[1] Zwischen 1792 und 1795 ließ Goethe es umfangreich im klassizistischen Stil umbauen.[1]
Achtzehn Räume, und in ihrer Mitte das Arbeitszimmer
Zahlreiche originale Stücke und Möbel aus Goethes Nachlass sind in achtzehn zugänglichen Räumen zu sehen — darunter das Junozimmer, das Urbinozimmer, das Majolikazimmer, das Deckenzimmer, das Büstenzimmer, das Christianezimmer und der Gelbe Saal.[2] Höhepunkt ist das in seiner Einrichtung einzigartig überlieferte Arbeitszimmer mit der Privatbibliothek des Dichters: 5.424 Titel in rund 7.000 Bänden.[2][1] Neben Handschriften und Büchern fanden hier auch seine stetig wachsenden Kunst- und naturwissenschaftlichen Sammlungen Platz.[2]
Der Garten
Hinter dem Haus liegt der Garten mit seinen beiden barocken Gartenhäusern.[1] Er diente vor allem der Versorgung des großen Haushalts mit Obst und Gemüse, und seine Struktur entspricht heute noch weitgehend dem Zustand der 1820er Jahre.[2]
22. März 1832, und das Museum seit 1885
Am 22. März 1832 starb Goethe im Haus, sitzend in seinem Lehnstuhl.[1] Am 8. August 1885 wurde das Goethe-Nationalmuseum als Stiftung gegründet, am 3. Juli 1886 das Vorderhaus als Museum vorgestellt.[1] Seit 1998 gehört das Haus zum UNESCO-Welterbe „Klassisches Weimar“.[1]
Das Museum heute: das Haus und die Ausstellung nebenan
Das Goethe-Nationalmuseum ist das Wohnhaus zusammen mit der benachbarten Ausstellung „Lebensfluten – Tatensturm“, die Goethes Vielschichtigkeit über sein literarisches Schaffen hinaus zeigt; eine Karte gilt für beides.[3] Geöffnet ist dienstags bis sonntags, im Winter 9.30 bis 16 Uhr, im Sommer 9.30 bis 18 Uhr; Erwachsene zahlen 14 €, ermäßigt 10 €, Schülerinnen und Schüler von 16 bis 20 Jahren 4 €.[3]
Was Besucher fragen
- Wie lange wohnte Goethe im Haus am Frauenplan?
- Fast fünfzig Jahre: 1782 zog er als Mieter ein, und am 22. März 1832 starb er im Haus.
- Gehörte das Haus Goethe?
- Ja — Herzog Carl August schenkte es ihm 1794 mündlich, 1801 schriftlich, und am 12. Januar 1807 wurde es ihm offiziell übereignet.
- Was ist im Haus zu sehen?
- Achtzehn Räume mit Goethes eigenen Möbeln und Sammlungen — darunter das Junozimmer, das Büstenzimmer und der Gelbe Saal — und das Arbeitszimmer mit seiner Privatbibliothek von rund 7.000 Bänden, so belassen, wie er es hinterließ.
- Wie sind die Öffnungszeiten und Preise?
- Dienstag bis Sonntag, im Winter 9.30–16 Uhr, im Sommer 9.30–18 Uhr; 14 € für Erwachsene, 10 € ermäßigt, 4 € für Schülerinnen und Schüler von 16 bis 20 Jahren — die Karte gilt für das Haus und die Ausstellung „Lebensfluten – Tatensturm“.
- Ist Goethes Wohnhaus UNESCO-Welterbe?
- Ja, seit 1998, als Teil des Ensembles „Klassisches Weimar“.
Verbundene Persönlichkeiten
Kammerherr • Kammerrat • Jurist
Der Haushalt am Frauenplan, in dem er aufwuchs und als Erwachsener lebte.
Dichter • Staatsmann • Naturforscher
1782 zog er als Mieter ein und wohnte hier bis zu seinem Tod 1832; heute Goethe-Nationalmuseum.
Herausgeberin • Gastgeberin
Sie lebte im Haushalt am Frauenplan, später in einer Dachwohnung des Hauses.
Quellen (3)
- Goethes Wohnhaus — Wikipedia (de), abgerufen am 30. August 2026
- Goethes Wohnhaus — Klassik Stiftung Weimar, abgerufen am 30. August 2026
- Goethe-Nationalmuseum — Klassik Stiftung Weimar, abgerufen am 30. August 2026
Besuchsinformationen
14 € Erwachsene; 10 € ermäßigt; 4 € Schüler (16–20 Jahre) — Wohnhaus und Ausstellung
Di–So; im Winter 9:30–16 Uhr, im Sommer 9:30–18 Uhr; montags geschlossen
Frauenplan 1, 99423 Weimar
50.9775, 11.3286
Übernachten und essen in der Nähe
Übernachten
Kaufstraße 2/4, 99423 Weimar
Goethes Wohnhaus steht am Frauenplan, das Hotel in der Kaufstraße.
Beethovenplatz 1-2, 99423 Weimar
Goethes Wohnhaus steht am Frauenplan, das Hotel am Beethovenplatz. Die Bierstube des Hotels blickt zu Goethes Anwesen.
Seifengasse 8, 99423 Weimar
Goethes Wohnhaus steht am Frauenplan, das Hotel in der Seifengasse.
Markt 19, 99423 Weimar
Goethes Wohnhaus steht am Frauenplan, das Hotel am Markt.
Eisfeld 1a, 99423 Weimar
Goethes Wohnhaus steht am Frauenplan, die Pension am Eisfeld.
Essen & Trinken
Schillerstraße 2, Weimar
Das Café beschreibt seine Lage selbst mit „Blick auf das Goethehaus“, am oberen Ende der Schillerstraße.
Frauentorstraße 23, Weimar
Das Haus steht direkt gegenüber Goethes Wohnhaus am Frauenplan — so beschreibt es seine Lage selbst.
Frauenplan 13, Weimar
Direkt gegenüber am Frauenplan: Nummer 13 blickt auf Nummer 1.
Veranstaltungen an diesem Ort
Veranstaltungen
Freitags 18 Uhr, samstags 16 Uhr, rund neunzig Minuten
Das Haus am Frauenplan, auf der Route.
Täglich 10 und 14 Uhr, rund zwei Stunden
Das Haus am Frauenplan, in dem er die letzten fünfzig Jahre lebte.
Freitags und samstags ab 20:30 Uhr, 21. März bis 1. November
Der Frauenplan liegt früh auf dem Weg.
Ein Sonntag im Mai, jedes Jahr
Das Haus ist gleich zweifach dabei – als Stippvisite und als virtuelle Fassung seiner selbst.
Eine Samstagnacht im Mai, 18 bis 24 Uhr
Das Haus, vor dem man tagsüber ansteht, hier nach Einbruch der Dunkelheit.
Ein Tag im Juni
Das Haus am Frauenplan, in dem Goethe die letzten fünfzig Jahre seines Lebens wohnte, gehört zu den eingeschriebenen Liegenschaften.
In Weimars Geschichte
Historische Orte
Das bürgerlich-barocke Haus, das für die klassische Stadt steht.
In Weimars Geschichte
Er starb in dem Haus am Frauenplan, das er seit 1782 gemietet hatte; am 26. März wurde er in die Fürstengruft getragen, neben Schiller.
Sein Sterbehaus nach fast fünfzig Jahren als Mieter.
Zweimal in drei Jahren setzte das Welterbekomitee Weimar auf seine Liste: am 7. Dezember 1996 die Bauhaus-Bauten, am 2. Dezember 1998 die elf Denkmäler des Klassischen Weimar.
Das Haus am Frauenplan, seit 1998 eines der elf Denkmäler des Klassischen Weimar.
Bühnen und Spielstätten
Das Haus steht am Platz, Frauenplan 1.