Niederburg Kranichfeld
Über diesen Ort
Die untere der beiden Kranichfelder Burgen, 1147 erstmals als kleine mittelalterliche Hauptburg urkundlich erwähnt und heute vor allem für die Freilichtbühne in ihrem Gelände bekannt. Die Stadt sagt offen, was Gäste erwartet: ein interessantes und beliebtes Ausflugsziel, das aber nicht durchgängig bewirtschaftet wird.
1147 — und das Schwarzburger Pfand
Erstmals urkundlich erwähnt ist die Burg 1147 als kleine mittelalterliche Hauptburg — vier Jahre nach der Ersterwähnung der Stadt selbst. Spätestens 1233 war sie Pfandbesitz der Grafen von Schwarzburg, danach wechselte sie mehrfach den Besitzer. Sie ist die ältere Hälfte jener Konstellation, die einer kleinen Stadt zwei Burgen bescherte und ab 1454 zwei Herren, die sich nicht vertrugen.
Erst privat, dann städtisch
1906 wurde Johanna Rauchfuß neue Besitzerin der Niederburg — eine Privateigentümerin für eine mittelalterliche Burg, was in Thüringen häufiger vorkommt, als Gäste vermuten. Die Zeittafel der Stadt verzeichnet danach den Übergang in den Besitz der Stadt Kranichfeld 1989 und die Rückführung an die Stadt 2002.
Die Bühne, die die Leute selbst bauten
1953 entstand im Burggelände eine Freilichtbühne, gebaut unter aktiver Mithilfe der Heimatfreunde — kein städtisches Vorhaben, sondern ein ehrenamtliches, im ersten Jahrzehnt der DDR. Dafür wird die Burg bis heute genutzt: Festivals, Konzerte, Theatervorstellungen, Musicals, Tanzshows, Volksfeste. 2025 wurde das Osttor erweitert.
Besuchsinformationen
Was kostet, hängt von der Veranstaltung ab; als Museum mit festem Eintritt wird die Burg nicht geführt.
Die Stadt teilt mit, dass die Burg nicht durchgängig bewirtschaftet wird — vor der Anreise prüfen, was stattfindet.
Schlossgasse 18, 99448 Kranichfeld