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Kranichfeld

Südöstlich

Über Kranichfeld

Eine kleine Stadt mit zwei Burgen über sich — eine mehr, als ein Ort dieser Größe haben sollte. Der Grund: Kranichfeld war viereinhalb Jahrhunderte lang zwischen zwei Herrschaften geteilt, die einander nicht mochten.

Sehenswürdigkeiten in Kranichfeld

  • Schlossgasse 18, 99448 Kranichfeld

    Die untere der beiden Burgen der Stadt, 1147 erstmals urkundlich erwähnt.

  • Am Oberschloss 1 a, 99448 Kranichfeld

    Die obere der beiden Burgen der Stadt — der Grund, warum sie sich Zwei-Burgen-Stadt nennt.

Kranichfeld im Detail

Zwei Burgen rahmen die Stadt

Oberschloss und Niederburg stehen zu beiden Seiten Kranichfelds, und die Stadt nennt sich zu Recht Zwei-Burgen-Stadt. Zwei weitere gab es einmal: Im 11. und 12. Jahrhundert standen hier Schleußenburg und Enzenburg als Grenzbefestigungen gegen die slawische Expansion. Vier Burgen für eine Siedlung im Ilmtal sagen etwas darüber, wo damals die Grenze verlief.

Erstmals genannt 1143

Der Ort geht auf die thüringisch-fränkische Besiedelung des früheren Mittelalters zurück und wird 1143 zum ersten Mal urkundlich erwähnt — zweihundertvierundvierzig Jahre nach Weimars eigener Ersterwähnung und lange bevor einer der beiden Orte rechtlich Stadt war.

1454 verkauft, bis 1912 geteilt

1454/55 verkauften die Burggrafen von Kirchberg ihren gemeinsamen Besitz an Niederburg und Oberschloss an die Grafen Reuß von Plauen und die Grafen von Gleichen-Blankenhain. Dieser Verkauf teilte die Stadt, und die Teilung hielt: eine feudale Doppelherrschaft bis 1912, die Oberherrschaft beim Herzogtum Meiningen, die Unterherrschaft beim Großherzogtum Sachsen-Weimar. Viereinhalb Jahrhunderte zwei Verwaltungen an einem kleinen Ort.

Endlich eine Stadt, 1651

Anna Sophia, Gräfin von Schwarzburg, erwirkte 1651 für beide Ortsteile das Stadtrecht — ein gemeinsamer Rechtsstand für einen Ort, der weiterhin zwei Herren hatte. Die Verwaltungsgemeinschaft Kranichfeld entstand am 1. Januar 1992; da erst wurde die Sache einfach.

Was die Stadt Gästen bietet

Die Burgen sind der Anlass, und was die Stadt selbst dazu anbietet, ist das Drumherum: Rad- und Wanderwege durch das obere Ilmtal, das Baumbachhaus, eine Falknerei und eine Freilichtbühne an der Niederburg mit eigenem Belegungskalender. Es ist das stille Ende jenes Tals, das nach Weimar hinunterführt.

Was Besucher fragen

Wofür ist Kranichfeld bekannt?
Kranichfeld ist als Zwei-Burgen-Stadt bekannt: Oberschloss und Niederburg stehen zu beiden Seiten der Stadt — das Ergebnis einer Doppelherrschaft, die den Ort von 1454/55 bis 1912 teilte.
Warum hat Kranichfeld zwei Burgen?
1454/55 verkauften die Burggrafen von Kirchberg ihren gemeinsamen Besitz an Niederburg und Oberschloss an zwei verschiedene Adelshäuser und teilten die Stadt damit in eine Ober- und eine Unterherrschaft, die bis 1912 bestand — die Oberherrschaft bei Meiningen, die Unterherrschaft bei Sachsen-Weimar.
Wie alt ist Kranichfeld?
Kranichfeld wird erstmals 1143 urkundlich erwähnt, geht als Siedlung aber auf die thüringisch-fränkische Besiedelung des früheren Mittelalters zurück.
Was gibt es in Kranichfeld zu sehen?
Oberschloss und Niederburg, das Baumbachhaus, eine Falknerei und die Freilichtbühne an der Niederburg, gelegen im oberen Ilmtal mit Rad- und Wanderwegen durch das umliegende Land.

Auf einen Blick

Entfernung von Weimar

Südöstlich

Höhepunkte & Sehenswertes

Oberschloss und Niederburg — eine Stadt, zwei Burgen
Erstmals 1143 urkundlich erwähnt
1651 Stadtrecht für beide Ortsteile
Freilichtbühne an der Niederburg, Baumbachhaus und Falknerei

Historische Bedeutung

Eine feudale Doppelherrschaft von 1454/55 bis 1912 — die Oberherrschaft bei Meiningen, die Unterherrschaft bei Sachsen-Weimar.

Aus der Geschichte von Kranichfeld

In Weimars Geschichte

Am 24. Mai 1941 brachte die SS fünfzig Buchenwalder Häftlinge in einer Wagenremise in Kranichfeld unter, um ein gekauftes Schloss wiederaufzubauen — und der Zweck der Arbeit war eine Versicherungssumme.

Das Lager stand am Oberschloss; heute erinnern dort eine Gedenktafel und eine kleine Ausstellung.

Übernachten und essen in der Nähe

Essen & Trinken

Bremer Hof

Ilmenauer Straße 12, Kranichfeld

In der Ilmenauer Straße, in der Stadt unterhalb der beiden Burgen.

Hewal Grill

Anger 1, Kranichfeld

Am Anger, dem offenen Platz in der Mitte der Stadt.

Kasatschok – Ukrainisches Restaurant

Im Dorfe 16, Nauendorf (Kranichfeld)

Nauendorf ist ein Ortsteil der Stadt Kranichfeld.

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Johann Wolfgang von Goethe

1749–1832 • Dichter • Staatsmann • Naturforscher

Friedrich Schiller

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1739–1807 • Herzogin • Regentin • Mäzenin • Komponistin

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1883–1969 • Architekt • Gründer und Direktor des Bauhauses • Lehrer

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Frauenplan 1, 99423 Weimar

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Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar

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