Nietzsche-Archiv (Villa Silberblick)
Über diesen Ort
Das Nietzsche-Archiv in der Villa „Silberblick“ ist Museum und Archiv zum Philosophen Friedrich Nietzsche. Seine Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche brachte den schwer kranken Bruder 1897 in diese herrschaftliche Villa des späten 19. Jahrhunderts. Hier verbrachte er seine letzten Jahre bis zu seinem Tod im Jahr 1900; das Haus wurde Sitz des Nietzsche-Archivs — der ersten Einrichtung, die einem einzelnen modernen Philosophen gewidmet war. Im frühen 20. Jahrhundert gab das von Elisabeth geführte Archiv Nietzsches Schriften in bearbeiteter, teils verfälschter Form heraus und zog Persönlichkeiten des Kulturlebens an, 1934 auch Adolf Hitler, der Nietzsches Spazierstock erhielt. Heute betreut die Klassik Stiftung die restaurierte Villa. Zu sehen sind Nietzsches Arbeits- und Wohnraum sowie Ausstellungen zu seinem Leben mit Handschriften, Briefen und Fotografien; im Salon dominiert das Nietzsche-Porträt von Curt Stoeving. Die Atmosphäre führt in das Weimar der Jahrhundertwende: Bleiglasfenster, geschnitzte Decken, Nietzsches Bibliothek. Die politische Instrumentalisierung des Archivs wird kritisch behandelt. Nach längerer Schließung ist das Museum wieder zugänglich.
Verbundene Persönlichkeiten
Philosoph • Philologe
Lebte und starb in dieser Villa, aus der das Nietzsche-Archiv und später ein Museum wurde
Beleg: Nietzsche verbrachte seine letzten Jahre (1897–1900) in der Villa Silberblick, dem Sitz des Archivs
Besuchsinformationen
5 € Erwachsene; 3,50 € ermäßigt
Mi–Mo 10:00–18:00; dienstags geschlossen
Humboldtstraße 36, 99425 Weimar
50.9717, 11.3181