Zum Inhalt springen
Museum
Erbaut 1847

Schillers Wohnhaus

Schillerstraße 12, 99423 Weimar
Schillers Wohnhaus an der Schillerstraße: die breite gelbe Fassade mit hellgrünen Fensterläden, Mansarddach und Gauben, schräg unter einem Ahorn gesehen

Schillers Wohnhaus an der Schillerstraße in der Abendsonne.

Schillers Wohnhaus an der Schillerstraße in der Abendsonne.(Weimar Web)

Über diesen Ort

1802 kaufte Schiller dieses Haus an der Esplanade, der heutigen Schillerstraße, und ihm blieben drei Jahre darin: Hier schrieb er „Die Braut von Messina“ und „Wilhelm Tell“, und am 9. Mai 1805 starb er in seinem Arbeitszimmer unter dem Dach. Seine Witwe Charlotte wohnte bis 1826 weiter im Haus; 1847 erwarb es die Stadt Weimar und eröffnete es noch im selben Jahr als erste Dichtergedenkstätte Deutschlands.

Gebaut 1777, gekauft 1802

Das Haus wurde 1777 für den Kaufmann Johann Christian Schmidt durch Anton Georg Hauptmann errichtet.[1] 1801 erwarb es der englische Schriftsteller und Übersetzer Charles Mellish of Blyth, der es im März 1802 an Schiller verkaufte; die Familie bezog das Haus am 29. April 1802.[1]

Drei Jahre und das Zimmer ganz oben

Hier entstanden die großen Dramen „Die Braut von Messina“ und „Wilhelm Tell“.[2] Der Rundgang führt durch das Haus hinauf: die ehemaligen Diener- und Wirtschaftsräume im Erdgeschoss, die Zimmer von Schillers Frau Charlotte und der Kinder in der ersten Etage und der Wohnbereich des Dichters in der Mansarde.[2] Höhepunkt ist sein Arbeitszimmer mit weitgehend originaler Einrichtung: Der originale Schreibtisch und Schillers Bett stehen noch dort, und am 9. Mai 1805 starb er in diesem Zimmer, in diesem Bett.[2][1]

Charlottes einundzwanzig Jahre, 1805–1826

Nach Schillers Tod blieb Charlotte mit den vier Kindern im Haus wohnen, bis zu ihrem eigenen Tod am 9. Juli 1826; die Kinder verkauften es 1827.[2][1] 1847 erwarb die Stadt Weimar das Grundstück in einer gerichtlichen Versteigerung für 5.025 Taler und eröffnete noch im gleichen Jahr die erste Dichtergedenkstätte in Deutschland.[1][2]

1945, 1946 und das Museum nebenan

Die Luftangriffe auf Weimar 1945 blieben auch am Schillerhaus nicht ohne Spuren; nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen der Stadt wurde es im November 1946 wiedereröffnet.[1] Das Schiller-Museum daneben wurde von 1984 bis 1988 gebaut, und seit 1998 gehört das Haus als Teil des Ensembles „Klassisches Weimar“ zum UNESCO-Welterbe.[1] Geöffnet ist dienstags bis sonntags, im Winter 9.30 bis 16 Uhr, im Sommer 10 bis 18 Uhr; Erwachsene zahlen 10 €, ermäßigt 7 €, Schülerinnen und Schüler von 16 bis 20 Jahren 4 €.[2]

Was Besucher fragen

Wie lange wohnte Schiller in dem Haus?
Drei Jahre: Die Familie bezog es am 29. April 1802, und am 9. Mai 1805 starb er in seinem Arbeitszimmer unter dem Dach.
Was schrieb Schiller in diesem Haus?
„Die Braut von Messina“ und „Wilhelm Tell“.
Was ist im Haus zu sehen?
Die Diener- und Wirtschaftsräume im Erdgeschoss, Charlottes und der Kinder Zimmer in der ersten Etage und Schillers Wohnbereich in der Mansarde — sein Arbeitszimmer mit weitgehend originaler Einrichtung, der Schreibtisch und das Bett, in dem er starb.
Seit wann ist das Haus ein Museum?
Seit 1847, als die Stadt Weimar es erwarb und noch im selben Jahr als erste Dichtergedenkstätte in Deutschland eröffnete.
Wie sind die Öffnungszeiten und Preise?
Dienstag bis Sonntag, im Winter 9.30–16 Uhr, im Sommer 10–18 Uhr; 10 € für Erwachsene, 7 € ermäßigt, 4 € für Schülerinnen und Schüler von 16 bis 20 Jahren.

Verbundene Persönlichkeiten

Dichter • Dramatiker • Historiker

1802 gekauft; 1805 starb er im Arbeitszimmer unter dem Dach.

Quellen (2)

  1. Schillers Wohnhaus — Wikipedia (de), abgerufen am 30. August 2026
  2. Schillers Wohnhaus — Klassik Stiftung Weimar, abgerufen am 30. August 2026

Besuchsinformationen

Eintritt

10 € Erwachsene; 7 € ermäßigt; 4 € Schüler (16–20 Jahre)

Öffnungszeiten

Di–So; im Winter 9:30–16 Uhr, im Sommer 10–18 Uhr; montags geschlossen

Lage

Schillerstraße 12, 99423 Weimar

50.9789, 11.3278

Offizielle Website

Übernachten und essen in der Nähe

Übernachten

Hotel Schillerhof WeimarMittelklassehotel

Schützengasse 1, 99423 Weimar

Schillers Wohnhaus liegt in der Schillerstraße, am anderen Ende derselben Strecke.

Essen & Trinken

Gelateria Giancarlo

Schillerstraße 11, Weimar

Die Gelateria gibt ihre Lage selbst mit „direkt gegenüber dem Schillerhaus“ an, am Knickpunkt der Schillerstraße.

Ristorante Al Dente

Schillerstraße 22, Weimar

Schillers Wohnhaus liegt in derselben Straße, Nummer 12; dieses Restaurant in Nummer 22.

Veranstaltungen an diesem Ort

Veranstaltungen

Altstadtführung Klassisches Weimar

Freitags 18 Uhr, samstags 16 Uhr, rund neunzig Minuten

Schillers Wohnhaus, ebenfalls auf der Route.

Großer Stadtrundgang

Täglich 10 und 14 Uhr, rund zwei Stunden

Wird im selben Zug wie Goethes Haus genommen — genau darin liegt die Pointe des Rundgangs über die Nähe dieser Leute zueinander.

Internationaler Museumstag

Ein Sonntag im Mai, jedes Jahr

Am Aktionstag für kurze Besuche geöffnet, im selben Format wie Goethes Haus.

Lange Nacht der Museen

Eine Samstagnacht im Mai, 18 bis 24 Uhr

Auch Schillers Wohnhaus öffnet, in der Schillerstraße, Goethes am Frauenplan – die beiden Häuser, um die diese ganze Stadt gebaut ist, an einem Abend zu schaffen.

UNESCO-Welterbetag

Ein Tag im Juni

Schillers Wohnhaus in der Schillerstraße, wo der Wilhelm Tell fertig wurde, steht neben Goethes Haus auf der Liste.

Genius Loci Weimar

Drei Nächte im September

Eines der drei Gebäude, die das Festival 2026 bespielt – das Haus, das Schiller 1802 kaufte, hier als Fläche und nicht als Museum.

In Weimars Geschichte

Historische Orte

Schillerstraße 12, 99423 Weimar

Unmittelbar neben sein Wohnhaus gebaut, damit Haus und Ausstellung ein Gang sind.

Epochen

Weimarer Klassik1775–1832

Die häusliche Seite der Epoche: ein 1802 gekauftes Haus, eine Familie, drei Arbeitsjahre und das Zimmer, in dem es 1805 endete.

Rund sechzig Jahre lang lag der Mittelpunkt der deutschen Literatur in einem Herzogtum mit ein paar tausend Einwohnern — weil dessen Fürst Schriftsteller einlud und ihnen anschließend Ämter gab. Das ist der ganze Mechanismus, und er lief von Goethes Ankunft 1775 bis zu seinem Tod 1832.

In Weimars Geschichte

Er starb im Arbeitszimmer unter dem Dach seines eigenen Hauses, drei Jahre nach dem Kauf — und wurde in der Nacht vom 11. auf den 12. Mai in einer Gruft beigesetzt, die der Hof für Standespersonen ohne eigenes Grab bereithielt.

Das Gebäude: Er starb im Arbeitszimmer unter dem Dach; seine Witwe blieb einundzwanzig Jahre.

Zweimal in drei Jahren setzte das Welterbekomitee Weimar auf seine Liste: am 7. Dezember 1996 die Bauhaus-Bauten, am 2. Dezember 1998 die elf Denkmäler des Klassischen Weimar.

Seit 1998 eines der elf Denkmäler des Klassischen Weimar.