Schloss und Park Belvedere
Über diesen Ort
Schloss Belvedere ist ein elegantes barockes Sommerschloss auf einer Anhöhe südlich von Weimar. Zwischen 1724 und 1732 als Lustschloss für Herzog Ernst August I. erbaut, zeigt es einen symmetrischen Aufbau mit einem Corps de logis und geschwungenen Orangerieflügeln. Es diente höfischen Festen und als Rückzugsort vom Stadtleben. Die Innenräume sind im Rokoko ausgestattet und beherbergen eine umfangreiche Sammlung von Kunst, Porzellan und Mobiliar des 18. Jahrhunderts. Ein Höhepunkt ist der Park: zunächst als französischer Garten mit Hecken und Parterres angelegt, wurde er im 19. Jahrhundert teilweise in einen englischen Landschaftsgarten umgestaltet. Zur Anlage gehören die Orangerie (heute mit historischen Kutschen), ein Irrgarten und exotische Gehölze, die Großherzog Carl Friedrich sammelte, der 1853 in Belvedere starb. Als Teil des UNESCO-Welterbes ist Schloss Belvedere heute Museum. Zu besichtigen sind die reich ausgestatteten Säle samt Festsaal und Kapelle; aus den Gärten öffnet sich der Blick über Weimar. Architektur, Kunst und Gartenkultur ergeben zusammen ein anschauliches Bild höfischer Muße im 18. Jahrhundert.
Verbundene Persönlichkeiten
Komponist • Pianist • Dirigent
Wohnte als Kapellmeister zeitweise in einem Flügel von Belvedere; gab Konzerte in der Orangerie
Beleg: Liszt machte Weimar 1848–1858 zum Musikzentrum und nutzte Belvedere für Studium und Proben (lokale Überlieferung)
Besuchsinformationen
5 € Erwachsene; 4 € ermäßigt (saisonal)
April–Oktober: Di–So 10:00–18:00; November–März geschlossen (Park ganzjährig)
Schloss Belvedere Allee 1, 99425 Weimar
50.9483, 11.3491