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Ludwig Hirschfeld-Mack

1893–1965
deutsch-australisch
MalerGrafikerKunstpädagoge

Biografie

Ein Studierender, der das Weimarer Bauhaus ganz durchlief, vom ersten Oktober bis zum letzten März — und der die einzige Kunstform der Schule schuf, die man einschalten muss.

Oktober 1919 bis März 1925

Er war am Bauhaus, solange es Weimar gab — was fast niemand von sich sagen kann. 1893 in Frankfurt am Main geboren, durchlief er Ittens Vorkurs und lernte danach in der Druckwerkstatt bei Lyonel Feininger, jener Werkstatt, aus der die Plakate und Mappen der Schule kamen. Er blieb bis ins Wintersemester 1924/25, also in die Monate, in denen die Verträge längst gekündigt waren.

Farbe, gelehrt statt theoretisiert, 1922/23

1922/23 hielt er ein eigenes Farbseminar, außerhalb des offiziellen Lehrplans, und baute sich das Werkzeug dafür: ein Farbrad, eine Puppenbühne zum Vorführen. Dass ein Studierender ein eigenes Seminar organisiert, sagt etwas über diese Schule in ihren Weimarer Jahren — der Stundenplan war durchlässig genug, dass Lehre von unten kommen konnte.

Die Farbenlichtspiele, 1923

1923 entwickelte er die Idee der Farbenlichtspiele: abstrakte Formen, aus Schablonen geschnitten, als farbiges Licht auf eine Fläche geworfen und zur Musik bewegt. Alma Siedhoff-Buscher gehörte zu den Beteiligten. Es ist die eine Arbeit des Bauhauses, die man weder hängen noch verkaufen noch in eine Vitrine legen kann — sie existiert nur, solange eine Lampe brennt — und sie entstand in dem Jahr, in dem sich die Schule dem Publikum öffnete.

Deutschland, England, Australien, 1925–1965

Nach Weimar arbeitete er als Kunstpädagoge an mehreren deutschen Einrichtungen, emigrierte 1936 nach England und 1940 nach Australien und starb 1965 in Sydney. Über ihn kam die Farblehre des Bauhauses in australische Schulzimmer.

Was Besucher fragen

Wie lange war Ludwig Hirschfeld-Mack am Bauhaus?
Von Oktober 1919 bis März 1925 — die gesamte Weimarer Existenz der Schule, was fast niemand sonst von sich sagen kann.
Was sind die Farbenlichtspiele?
Farbenlichtspiele, die Hirschfeld-Mack 1923 entwickelte: abstrakte Formen, aus Schablonen geschnitten, als farbiges Licht auf eine Fläche geworfen und zur Musik bewegt — eine Bauhaus-Arbeit, die nur existiert, solange eine Lampe brennt.
Was geschah mit Ludwig Hirschfeld-Mack nach dem Bauhaus?
Er arbeitete als Kunstpädagoge in Deutschland, emigrierte 1936 nach England und 1940 nach Australien und starb 1965 in Sydney — und brachte so die Farblehre des Bauhauses in australische Schulzimmer.
Kann man den Ort besuchen, an dem Ludwig Hirschfeld-Mack studierte?
Ja, die Bauhaus-Universität Weimar, wo er die gesamten Weimarer Jahre der Schule über studierte und unterrichtete.

Werke & Leistungen

die Farbenlichtspiele (1923)

ein eigenes Farbseminar am Bauhaus, 1922/23

Verbundene Orte in Weimar

Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar

In den Gebäuden der Schule hat er die gesamte Weimarer Zeit über studiert und unterrichtet.

Historischer Kontext

Von Oktober 1919 bis März 1925 an der Schule — die volle Spanne der Weimarer Jahre.

Das Bauhaus wurde 1919 in Weimar gegründet und war 1925 wieder fort — Zeit genug, um zu ändern, was eine Gestaltungsschule ist, und zu wenig für die Stadt, die es hervorgebracht hat, um es zu behalten.

Mehr über diese Epoche →

Kurzprofil

Geboren:

1893

Gestorben:

1965

Nationalität:

deutsch-australisch

Rollen:
MalerGrafikerKunstpädagoge