Bachhaus Eisenach
Über diesen Ort
Die Neue Bachgesellschaft eröffnete das Bachhaus am 27. Mai 1907 als erstes Museum, das je für Johann Sebastian Bach gebaut wurde — ein Fachwerkhaus von 1456, das die Tradition des 19. Jahrhunderts als seinen Geburtsort benannte.[1] Über 300 originale Exponate füllen 600 Quadratmeter, und fünf barocke Tasteninstrumente werden stündlich im Instrumentensaal live gespielt.
Das Haus, das Eisenach seiner Geburt zuordnet, 1857–1868
Die mündliche Überlieferung und der Bach-Biograf Carl Hermann Bitter bestimmten dieses Fachwerkhaus von 1456 im Jahr 1857 als Bachs Geburtshaus; 1868 folgte eine Gedenktafel. Spätere Steuerunterlagen der Stadt verorteten das Grundstück seines Vaters in der Fleischgasse, etwa hundert Meter entfernt, und keine Urkunde legt die genaue Adresse mit Sicherheit fest — das Museum selbst nennt das Haus heute Bachs mutmaßliches statt sein belegtes Geburtshaus, und diese Zuordnung ist der Grund, warum das weltweit erste Bach-Museum an dieser Stelle steht.[2]
Instrumente, die klingen, nicht nur stehen
Das Haus besitzt zwei Orgeln — eine von um 1650, eine von um 1750 —, ein Clavichord, ein Cembalo von Silbermann und ein weiteres Cembalo, und jedes davon erklingt für Gäste in einem kurzen Konzert zur vollen Stunde im Instrumentensaal. Historische Wohnräume — Schlafzimmer, Wohnraum, Küche — stehen neben der Rekonstruktion von Bachs theologischer Bibliothek und dem bis heute ungeklärten „Bach-Pokal“, einem der eigenwilligeren Stücke der Sammlung.
Ein Museum aus eigenem Recht, seit 1900
Die 1900 gegründete Neue Bachgesellschaft, heute rund 3.000 Mitglieder weltweit, besitzt Haus und Sammlung bis heute. Ihre Ausstellungsgestaltung erhielt einen ADC-Award in Bronze und eine Auszeichnung des BDIA für die Szenografie.
Was Besucher fragen
- War dieses Haus tatsächlich Bachs Geburtsort?
- Die mündliche Überlieferung und der Biograf Carl Hermann Bitter bestimmten es 1857 als sein Geburtshaus, 1868 folgte eine Gedenktafel — doch spätere Steuerunterlagen verorteten das Grundstück seines Vaters in der Fleischgasse; das Museum selbst nennt das Haus heute Bachs mutmaßliches, nicht belegtes Geburtshaus.[2]
- Wann eröffnete das Bachhaus?
- Am 27. Mai 1907, als erstes Museum, das je für Johann Sebastian Bach gebaut wurde.[1]
- Können Besucher die Instrumente spielen hören?
- Ja — die zwei Orgeln, ein Clavichord, ein Cembalo von Silbermann und ein weiteres Cembalo erklingen für Gäste jeweils in einem kurzen Konzert zur vollen Stunde.
- Wem gehört das Bachhaus?
- Der Neuen Bachgesellschaft, gegründet 1900, heute rund 3.000 Mitglieder weltweit.
Quellen
- Museum — Bachhaus Eisenach, abgerufen am 30. August 2026
- Bachhaus Eisenach — Wikipedia, abgerufen am 30. August 2026
Verbundene Persönlichkeiten
Komponist • Musiker • Organist
Besuchsinformationen
14,50 € Erwachsene; 12,50 € Gruppen ab 10 Personen/Schwerbehinderte; 8,50 € Schüler, Studenten, Sozialleistungsempfänger; 32 € Familienkarte; 22 € Familienkarte Mini; bis 6 Jahre frei
Täglich, 10–18 Uhr
Frauenplan 21, 99817 Eisenach
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Das seit langem mit Bachs Geburt 1685 verbundene Haus — das erste Museum weltweit, das eigens für ihn gegründet wurde, 1907.