Eisenach
Über Eisenach
Eisenach liegt dort, wo der Thüringer Wald ins offene Land übergeht, unter einer Burg, die seit fast tausend Jahren über die Stadt wacht. Sie war Residenzstadt der Landgrafen von Thüringen und später der Herzöge von Sachsen-Eisenach,[1] und sie brachte zwei Namen hervor, die weit über Thüringen hinausreichen: Martin Luther wohnte hier als Schüler und kehrte Jahrzehnte später zurück, um sich zu verstecken und zu übersetzen; Johann Sebastian Bach wurde hier 1685 geboren. Wartburg, Lutherhaus und Bachhaus halten alle drei Kapitel für Gäste offen.
Residenzstadt unter einer Burg, bis 2021
Eisenach war im Mittelalter Residenz der Landgrafen von Thüringen und ab dem 17. Jahrhundert der Herzöge von Sachsen-Eisenach — eine kleine Residenzstadt, gebaut um die Wartburg auf dem Berg darüber. Bis in dieses Jahrhundert blieb sie eigenständig und wechselte erst am 30. Juni 2021 in den umliegenden Wartburgkreis; heute hat sie gut vierzigtausend Einwohner.[1]
Erst Schüler, dann Geächteter, 1498–1522
Luthers Eisenach besteht aus zwei Aufenthalten, vierzig Jahre auseinander: als Lateinschüler von 1498 bis 1501 bei den Familien Cotta und Schalbe untergebracht, und 1521/22 als geächteter Reformator auf der Wartburg versteckt, wo er das Neue Testament ins Deutsche übersetzte. Beide Häuser stehen noch, und beide haben ein eigenes Museum.
Wo Bach anfing, ab 1685
Johann Sebastian Bach wurde 1685 in Eisenach geboren und in der Georgenkirche am Markt getauft. Das Bachhaus, 1907 als erstes eigens für ihn gegründetes Museum eröffnet, bewahrt die Instrumente und die Geschichte.
Was Besucher fragen
- Wofür ist Eisenach bekannt?
- Für die Wartburg, wo Luther das Neue Testament übersetzte; das Lutherhaus, wo er als Schüler wohnte; und das Bachhaus, das an die Geburt Johann Sebastian Bachs 1685 erinnert.
- Welche Verbindung hat Eisenach zu Martin Luther?
- Er wohnte hier von 1498 bis 1501 als Lateinschüler und kehrte 1521/22 versteckt auf der Wartburg zurück, um das Neue Testament ins Deutsche zu übersetzen.
- Wurde Johann Sebastian Bach in Eisenach geboren?
- Ja, 1685; er wurde in der Georgenkirche am Markt getauft, und das 1907 gegründete Bachhaus war das erste Museum, das je für ihn gebaut wurde.
- War Eisenach eine Residenzstadt?
- Ja — der Landgrafen von Thüringen im Mittelalter und ab dem 17. Jahrhundert der Herzöge von Sachsen-Eisenach; eigenständig blieb sie bis zum Wechsel in den Wartburgkreis am 30. Juni 2021.[1]
Quellen
- Eisenach — Wikipedia, abgerufen am 30. August 2026
Auf einen Blick
Höhepunkte & Sehenswertes
Historische Bedeutung
Residenzstadt der Landgrafen von Thüringen im Mittelalter und später der Herzöge von Sachsen-Eisenach; die Stadt, in der Luther als Junge wohnte und später versteckt lebte, und in der Bach 1685 geboren wurde.
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Historische Orte
Auf der Wartburg 1, 99817 Eisenach
Die Burg über der Stadt, auf der Luther 1521/22 das Neue Testament übersetzte — seit 1999 UNESCO-Welterbe.
Lutherplatz 8, 99817 Eisenach
Das Haus in der Altstadt, in dem Luther von 1498 bis 1501 als Lateinschüler wohnte.
Frauenplan 21, 99817 Eisenach
Das seit langem mit Bachs Geburt 1685 verbundene Haus — das erste Museum weltweit, das eigens für ihn gegründet wurde, 1907.
Lesenswert
Persönlichkeiten
1749–1832 • Dichter • Staatsmann • Naturforscher
1759–1805 • Dichter • Dramatiker • Historiker
1739–1807 • Herzogin • Regentin • Mäzenin • Komponistin
1883–1969 • Architekt • Gründer und Direktor des Bauhauses • Lehrer
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Frauenplan 1, 99423 Weimar
Platz der Demokratie 1, 99423 Weimar
Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar
Buchenwald, 99427 Weimar