Wartburg
Über diesen Ort
Die Wartburg steht seit fast tausend Jahren auf ihrem Berg über Eisenach und ist seit 1999 die einzige Burg Deutschlands auf der UNESCO-Welterbeliste. Martin Luther übersetzte hier das Neue Testament ins Deutsche; Jahrhunderte an Dichtern, Malern und ein Komponist haben sie zu ihrem eigenen Schauplatz gemacht.
Tausend Jahre auf dem Berg, 1067/1080–1999
Der Sage nach wurde die Wartburg 1067 gegründet; urkundlich erwähnt ist sie erstmals 1080. Was folgte, ist eine der am längsten bewohnten Höhenburgen Mitteleuropas — über neun Jahrhunderte umgebaut und erweitert, ohne je Namen oder Standort zu verlieren. 1999 setzte die UNESCO sie als „ideale Burg“ der feudalen Epoche auf die Welterbeliste — als erste und bis heute einzige Burg Deutschlands mit diesem Titel.[1]
Wo das Neue Testament deutsch wurde, 1521–1522
1521 und 1522 lebte der geächtete Mönch Martin Luther hier versteckt und übersetzte das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche. Die Wartburg selbst nennt das die Grundlage einer einheitlichen deutschen Schriftsprache[1] — eine Aussage über die Sprache, nicht nur über das Buch, und der Grund, warum diese Burg ebenso in der deutschen Literaturgeschichte steht wie in der Reformationsgeschichte.
Eine Wiege der Literatur, echt und legendär, 13.–14. Jahrhundert
Chronisten des dreizehnten und vierzehnten Jahrhunderts verlegten einen Dichterwettstreit an den Wartburger Hof — den Sängerkrieg —, aufgeschrieben Generationen nach den Ereignissen, die er schildert.[2] Ob Legende oder nicht: Sie machte die Burg zu einem Inbegriff der deutschen Literaturgeburt und gab Richard Wagner Schauplatz und Stoff für seine Oper Tannhäuser, das Werk, das die meisten bis heute mit dem Namen Wartburg verbinden.
Die Jahre der heiligen Elisabeth, frühes 13. Jahrhundert
Anfang des dreizehnten Jahrhunderts lebte und wirkte auf der Wartburg Elisabeth von Thüringen, später heiliggesprochen und bis heute als Sinnbild tätiger Nächstenliebe verehrt. Ihre Gemächer und die mit ihr verbundene Kapelle gehören zum Rundgang, den die Burg noch heute zeigt.
Was Besucher fragen
- Wie alt ist die Wartburg?
- Der Sage nach wurde sie 1067 gegründet; urkundlich erwähnt ist sie erstmals 1080. 1999 setzte die UNESCO sie als einzige Burg Deutschlands mit diesem Titel auf die Welterbeliste.[1]
- Was tat Martin Luther auf der Wartburg?
- Hier versteckt als Geächteter übersetzte er 1521 und 1522 das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche — eine Übersetzung, die die Burg selbst als Grundlage einer einheitlichen deutschen Schriftsprache bezeichnet.[1]
- Was ist der Sängerkrieg?
- Ein Dichterwettstreit, den Chronisten des dreizehnten und vierzehnten Jahrhunderts an den Wartburger Hof verlegten, aufgeschrieben Generationen nach den Ereignissen.[2] Legende oder nicht: Er machte die Burg zu einem Inbegriff der deutschen Literaturgeburt und gab Richard Wagner den Stoff für seine Oper Tannhäuser.
- Wer war Elisabeth von Thüringen?
- Eine Heilige, die Anfang des dreizehnten Jahrhunderts auf der Wartburg lebte und bis heute als Sinnbild tätiger Nächstenliebe verehrt wird; ihre Gemächer und Kapelle gehören zum Rundgang der Burg.
- Wie sind Öffnungszeiten und Eintritt?
- Sommer (1.4.–1.11.): Tickets 10:00–17:00, Außenanlage 08:00–20:00; Winter (2.11.–25.3.): Tickets 09:30–15:00, Außenanlage 10:00–16:30. 13 € Erwachsene, 9 € ermäßigt, bis 6 Jahre frei.
Quellen
- Die Wartburg — Wartburg-Stiftung, abgerufen am 30. August 2026
- Wartburg — Wikipedia, abgerufen am 30. August 2026
Verbundene Persönlichkeiten
Reformator • Theologe • Prediger
Besuchsinformationen
13 € Erwachsene; 9 € ermäßigt; 5 € (7–18 Jahre); 31 € Familie (2 Erw. + bis zu 5 Kinder); 22 € Minifamilie (1 Erw. + bis zu 5 Kinder); bis 6 Jahre frei
Sommer (1.4.–1.11.): Tickets 10:00–17:00, Außenanlage 08:00–20:00; Winter (2.11.–25.3.): Tickets 09:30–15:00, Außenanlage 10:00–16:30
Auf der Wartburg 1, 99817 Eisenach
In Weimars Geschichte
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Westlich
Die Burg über der Stadt, auf der Luther 1521/22 das Neue Testament übersetzte — seit 1999 UNESCO-Welterbe.