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Museum
Erbaut 2024

Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus

Jorge-Semprún-Platz 2, 99423 Weimar

Über diesen Ort

Ein Museum über die Zwangsarbeit im Nationalsozialismus, im Mai 2024 im Gauforum eröffnet — jener Parteianlage, an deren Bau KZ-Häftlinge eingesetzt wurden.

Der Gegenstand und das Gebäude, 1937

Zwangsarbeit war keine Randerscheinung des NS-Staats, sondern eine seiner Funktionsweisen — und dies ist das Museum, das sie als eigenen Gegenstand behandelt. Es liegt in einem Teil des Gauforums, jenes 1937 begonnenen Verwaltungsviertels für die Gauleitung, an dessen Bau Häftlinge aus Buchenwald eingesetzt wurden und das das Amt jenes Mannes aufnehmen sollte, der später den Arbeitseinsatz des ganzen Reiches leitete.

Wer es trägt

Das Museum gehört zur Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und ist nach eigener Auskunft der dritte Ort der historisch-politischen Bildung der Stiftung, neben den beiden Gedenkstätten. Direktor ist Dr. Daniel Logemann.[1] Für die Tagesplanung ist das eine nützliche Information: Es ist dieselbe Einrichtung wie die Gedenkstätte auf dem Ettersberg, und die beiden Gegenstände hängen zusammen.

Wo es steht, 1944

Die Adresse lautet Jorge-Semprún-Platz 2 — benannt nach einem spanischen Kommunisten, der 1944 nach Buchenwald deportiert wurde, in der Arbeitsstatistik des Lagers arbeitete, der illegalen Organisation angehörte und sein Leben lang darüber schrieb. Das Museum liegt in der Stadtmitte und nicht auf dem Berg, und genau darin liegt die Aussage: Das System der Zwangsarbeit lief durch die Stadt hindurch.

Was Besucher fragen

Was ist das Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus?
Ein Museum über die Zwangsarbeit im Nationalsozialismus — behandelt als eigenständiger Gegenstand, nicht als Randerscheinung des NS-Staats.
Wann wurde es eröffnet?
Im Mai 2024, im Gauforum.[2]
Wer trägt es?
Die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, dieselbe Stiftung, die auch die Gedenkstätte auf dem Ettersberg betreibt — ihr dritter Ort der historisch-politischen Bildung. Direktor ist Dr. Daniel Logemann.[1]
Warum steht es in der Stadtmitte und nicht bei Buchenwald?
Weil genau darin die Aussage liegt: Das System der Zwangsarbeit lief durch Weimar selbst, nicht nur auf dem Berg. Das Museum nimmt einen Teil des Gauforums ein, jener Parteianlage, an deren eigenem Bau Häftlinge aus Buchenwald eingesetzt wurden.

Quellen

  1. Über uns — Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, abgerufen am 29. August 2026
  2. Gauforum — weimar-im-ns.de, abgerufen am 29. August 2026

Besuchsinformationen

Lage

Jorge-Semprún-Platz 2, 99423 Weimar

Offizielle Website

In Weimars Geschichte

Epochen

Sein Gegenstand ist die Zwangsarbeit, die in diesen Jahren durch Weimar lief — nicht nur auf dem Berg, sondern in den Betrieben der Stadt.

Das Regime wollte Weimar wegen dessen Namen — und errichtete auf dem Berg über der Stadt ein Konzentrationslager. Beides gehört zu denselben zwölf Jahren.

Eröffnet im Mai 2024 — die vorerst letzte Wendung im Umgang der Stadt mit ihrer eigenen Geschichte.

Seit 1990 ist Weimar eine kleine Stadt mit einem übergroßen Erbe, die herausfindet, was damit anzufangen ist — und der gelegentlich, ihres Namens wegen, eine Rolle in der europäischen Politik zufällt.