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Historisches Haus
Erbaut 1797

Schillers Gartenhaus

Schillergäßchen 2, 07745 Jena

Über diesen Ort

Schillers Gartenhaus ist das Haus an der Leutra, das Friedrich Schiller 1797 als Sommersitz erwarb und in dem er Teile des Wallenstein und der Maria Stuart schrieb, heute Museum der Friedrich-Schiller-Universität.

Ein Haus für den Sommer, 1797–1799

Im März 1797 erwarb Schiller das damals am ländlichen Rand Jenas gelegene Gartenhaus für 1.050 Taler. Er bewohnte es mit seiner Familie in den Sommermonaten der Jahre 1797, 1798 und 1799; im Jahr darauf ließ er ein Türmchen anbauen, das er liebevoll „mein Belvedere“ nannte. Hier entstanden Teile des Wallenstein und der Maria Stuart sowie die Balladen, die er für den Musenalmanach schrieb.[1]

Der Steintisch mit Goethe, 1797–1802

Am Steintisch im Garten fanden die abendlichen Gespräche zwischen Schiller und Goethe statt — eine Arbeitsfreundschaft, die hier ebenso gepflegt wurde wie in Weimar, in den Jahren, aus denen die Weimarer Klassik hervorging. Im Dezember 1799 zog Schiller endgültig mit seiner Familie nach Weimar und verkaufte das Haus 1802 an den Juristen Anton Friedrich Justus Thibaut.[2]

Heute ein Universitätsmuseum

Das Haus gehört der Friedrich-Schiller-Universität Jena, die es als Museum und Ort des Diskurses betreibt. Im Erd- und Obergeschoss zeigt eine Ausstellung Schillers Jenaer Jahre und sein Leben im Gartenhaus; die beiden oberen Etagen sind originalgetreu nach seiner Zeit eingerichtet.

Was Besucher fragen

Was ist Schillers Gartenhaus?
Schillers Gartenhaus ist das Haus an der Leutra, das Friedrich Schiller im März 1797 als Sommersitz erwarb, in dem er mit seiner Familie drei Sommer verbrachte und Teile des Wallenstein und der Maria Stuart schrieb — heute Museum der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Wie lange wohnte Schiller in Schillers Gartenhaus?
Schiller und seine Familie verbrachten die Sommermonate der Jahre 1797, 1798 und 1799 dort, bevor er im Dezember 1799 endgültig nach Weimar zog; das Haus verkaufte er 1802.[2]
Was schrieb Schiller in Schillers Gartenhaus?
Teile des Wallenstein und der Maria Stuart sowie die Balladen, die er für den Musenalmanach schrieb.
Kann man Schillers Gartenhaus heute besichtigen?
Ja. Das Haus ist vom 1. April bis 31. Oktober dienstags bis sonntags und vom 1. November bis 31. März dienstags bis samstags geöffnet (11–17 Uhr, an Feiertagen geschlossen), der Eintritt kostet 3,50 € Erwachsene und 2,00 € ermäßigt.

Quellen

  1. Über uns — Friedrich-Schiller-Universität Jena, abgerufen am 30. August 2026
  2. Schillers Gartenhaus — Wikipedia, abgerufen am 30. August 2026

Verbundene Persönlichkeiten

Dichter • Dramatiker • Historiker

Er erwarb das Haus im März 1797 und verbrachte drei Sommer hier mit seiner Familie, schrieb Teile des Wallenstein und der Maria Stuart sowie die Balladen für den Musenalmanach.

Dichter • Staatsmann • Naturforscher

Die beiden führten ihre abendlichen Gespräche am Steintisch im Garten — der Jenaer Teil der Freundschaft, die die Weimarer Klassik prägte.

Besuchsinformationen

Eintritt

3,50 € Erwachsene; 2,00 € ermäßigt

Öffnungszeiten

1. April–31. Oktober: Di–So 11–17 Uhr; 1. November–31. März: Di–Sa 11–17 Uhr; an Feiertagen geschlossen

Lage

Schillergäßchen 2, 07745 Jena

Offizielle Website

In Weimars Geschichte

Epochen

Weimarer Klassik17751832

Wallenstein und Maria Stuart entstanden teils hier, in den Jahren der Jenaer-Weimarer Zusammenarbeit von Schiller und Goethe.

Rund sechzig Jahre lang lag der Mittelpunkt der deutschen Literatur in einem Herzogtum mit ein paar tausend Einwohnern — weil dessen Fürst Schriftsteller einlud und ihnen anschließend Ämter gab. Das ist der ganze Mechanismus, und er lief von Goethes Ankunft 1775 bis zu seinem Tod 1832.

Rund um Weimar

Jena

Östlich

Das Haus, das Schiller drei Sommer lang ab 1797 am Stadtrand hielt.