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Wann: 18. August 1944

Ernst Thälmann wird im Krematorium ermordet

Am 18. August 1944 wurde der Führer der deutschen Kommunisten im Krematorium von Buchenwald getötet. Neun Jahre später markierte die erste Gedenktafel im Häftlingslager die Stelle, und die DDR richtete ihre Besuche darauf aus.

18. August 1944

Ernst Thälmann wurde im Krematorium des Lagers Buchenwald ermordet.[1] Die Tafel der Gedenkstätte hält Datum und Ort fest, und das Krematorium — ein Betriebsgebäude des Lagers, kein Denkmal — ist der Ort, an dem man davorsteht und liest.

Die erste Tafel, 1953

Die heute noch existierende Erinnerungstafel wurde 1953 angebracht, als erste im Bereich des Häftlingslagers.[1] Ihr Wortlaut ist der der DDR: „Ewiger Ruhm dem Sohn des deutschen Volkes, dem Führer der deutschen Arbeiterklasse Ernst Thälmann, der am 18. August 1944 an dieser Stelle vom Faschismus ermordet wurde.“ Ewiger Ruhm, Sohn des deutschen Volkes, Führer der Arbeiterklasse — ein Staat beschreibt seine eigene Ahnenreihe.

Ein Weg, um einen Tod herum gebaut

Die Gedenkstätte vermerkt etwas, das mehr über die DDR sagt als jede Tafel: Die Besucherführung in das Krematorium erfolgte zu DDR-Zeiten bewusst durch den Hintereingang, auf dem Weg, den Ernst Thälmann gegangen war.[1] Das Gedenken an ein Lager, in das die SS mit seinen Außenlagern 277.800 Menschen verschleppte, war buchstäblich um den letzten Gang eines einzelnen Kommunisten herum inszeniert.

Quellen

  1. Thälmann-Gedenktafel Krematorium — Gedenkstätte Buchenwald, abgerufen am 29. August 2026

Historische Orte

Historische Orte

Buchenwald, 99427 Weimar

Die Tafel von 1953 hängt bis heute im Krematorium und war die erste Gedenkmarkierung im Häftlingslager.

Epoche

NS-Zeit und Buchenwald (Zweiter Weltkrieg)

19331945

Ein Mord unter Zehntausenden, der nachträglich herausgehoben wurde — aus Gründen, die der Zeit danach gehören.

In Weimars Geschichte

In Weimars Geschichte

Ab Juli 1937 ließ die SS Häftlinge auf dem Ettersberg ein Lager bauen, auf dem bewaldeten Höhenzug über der Stadt. 277.800 Menschen aus über fünfzig Ländern waren dort inhaftiert; 56.000 überlebten es nicht.

Getötet wurde er im Krematorium des Lagers, sieben Jahre nachdem die ersten Häftlinge es errichtet hatten.

Bis 1958 entstand an der Südseite des Ettersberges eine monumentale Anlage als Nationaldenkmal der DDR — ein Mahnmal für die Toten, das zugleich Tribüne für den Staat war, der es errichtete.

Die erste Markierung auf diesem Berg war die Thälmann-Tafel von 1953, fünf Jahre vor dem Mahnmal; das Gedenken wuchs vom Tod eines einzelnen Kommunisten nach außen.

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