Gunta Stölzl
Biografie
Sie schrieb sich 1919 in Weimar ein, im ersten Jahrgang der Schule, lernte in Georg Muches Weberei das Handwerk — und leitete diese Werkstatt am Ende selbst.
Weimar, vom ersten Jahr an, 1919–1925
1897 in München geboren, schrieb sich Stölzl 1919 am Bauhaus ein und studierte bis 1925: zuerst Johannes Ittens Vorkurs, dann Glasmalerei, Wandmalerei und Weberei. Von 1921 bis 1924/25 lernte sie den Webstuhl in Georg Muches Weberei,[1] daneben bei Itten und Paul Klee — den beiden Meistern, deren Formunterricht bestimmte, was an den Webstühlen tatsächlich entstand.
Vom Webstuhl an die Spitze der Werkstatt, 1925–1931
Sie ging mit der Schule nach Dessau, wurde dort 1925 Werkmeisterin der Weberei und leitete sie von 1926 bis 1931.[1] Dass eine Studierende, die sich 1919 im ersten Jahrgang eingeschrieben hatte, 1925 Werkmeisterin wird und ab 1926 eine Werkstatt der Schule führt, ist ein Beleg dafür, dass die Bauhaus-Ausbildung hielt, was sie versprach.
Nach dem Bauhaus, 1931–1983
Im Frühjahr 1931 verließ sie die Schule und ging in die Schweiz, wo sie weiter webte und 1983 in Küsnacht starb.[1] Mitgenommen hat sie eine Weimarer Ausbildung: Farbe, Kette, Webstuhl und Kalkulation, gelernt in einer Werkstatt, die ein Maler leitete, der nie gewebt hatte.
Was Besucher fragen
- Welchen Weg ging Gunta Stölzl am Bauhaus?
- Sie schrieb sich 1919 im ersten Jahrgang der Schule ein und studierte Ittens Vorkurs, dann Glasmalerei, Wandmalerei und Weberei. Ab 1921 lernte sie den Webstuhl in Georg Muches Weberei.[1]
- Leitete Gunta Stölzl eine Werkstatt des Bauhauses?
- Ja — 1925 in Dessau zur Werkmeisterin der Weberei ernannt, leitete sie diese von 1926 bis 1931, dieselbe Werkstatt, in der sie ihr Handwerk gelernt hatte.[1]
- Was geschah nach dem Bauhaus mit Gunta Stölzl?
- Im Frühjahr 1931 ging sie in die Schweiz, webte dort weiter und starb 1983 in Küsnacht.[1]
- Kann man den Ort besuchen, an dem Gunta Stölzl in Weimar studierte?
- Ja, die Bauhaus-Universität Weimar, in den van-de-Velde-Bauten, wo sie Ittens Vorkurs besuchte und Glasmalerei, Wandmalerei und Weberei studierte.
Quellen
- Gunta Stölzl — Bauhaus Kooperation, abgerufen am 29. August 2026
Werke & Leistungen
die Bauhaus-Weberei unter ihrer Leitung (1926–1931)
Verbundene Orte in Weimar
Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar
Ab 1919 studierte sie in van de Veldes Bauten — Ittens Vorkurs, dann Glasmalerei, Wandmalerei, Weberei.
Historischer Kontext
Eine der ersten Studierenden von 1919 — und ab 1926 leitete sie die Werkstatt, in der sie ihr Handwerk gelernt hatte.
Das Bauhaus wurde 1919 in Weimar gegründet und war 1925 wieder fort — Zeit genug, um zu ändern, was eine Gestaltungsschule ist, und zu wenig für die Stadt, die es hervorgebracht hat, um es zu behalten.
Mehr über diese Epoche →Kurzprofil
1897
1983
deutsch
Auf der Bühne
Auf der Bühne
Schauspiel
Vom Haus unter jenen Lebensläufen genannt, an denen das Gespräch prüft, was aus den Utopien wurde.