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Josef Albers

1888–1976
deutsch-amerikanisch
MalerGestalterLehrer

Biografie

1920 kam er mit zweiunddreißig als Student nach Weimar und verließ das Bauhaus dreizehn Jahre später als der Mann, der seinen Vorkurs unterrichtete — als einziger beides.

Student in der Glaswerkstatt, 1920–1923

1888 in Bottrop geboren, studierte Albers von 1920 bis 1923 am Weimarer Bauhaus: zuerst Ittens Vorkurs, dann die Glasmalereiwerkstatt, wo er mit dem Material arbeitete, das sonst kaum jemand wollte — Scherben und Fensterreste, zu Tafeln zusammengesetzt. Ein junger Mann war er dabei nicht; er hatte vorher als Volksschullehrer gearbeitet.

1923 ins Kollegium berufen

Walter Gropius berief ihn 1923 in das Kollegium des Bauhauses — womit er das eigene Produkt der Schule ist: in Weimar gelernt, dann in Weimar gelehrt. Marianne Brandt, die in diesem Jahr kam, absolvierte ihren Vorkurs bei ihm und bei Moholy-Nagy. Es war der erste Jahrgang, dem den Vorkurs jemand beibrachte, den die Schule selbst ausgebildet hatte.

Dessau, Berlin — und fort, 1925–1976

Ab 1925 leitete er in Dessau den Vorkurs, zunächst mit László Moholy-Nagy, später allein, führte die Tischlereiwerkstatt und unterrichtete am Berliner Bauhaus Zeichnen und Schrift. Nach der Schließung 1933 emigrierten er und seine Frau Anni in die Vereinigten Staaten, wo seine Lehre — und seine Farbarbeit — die amerikanische Kunstausbildung über Jahrzehnte prägte. 1976 starb er in New Haven.

Was Besucher fragen

Welchen Weg ging Josef Albers am Bauhaus?
1920 kam er als Student nach Weimar und absolvierte Ittens Vorkurs, dann die Glasmalereiwerkstatt. 1923 berief ihn Walter Gropius in das Kollegium — womit er zum eigenen Produkt der Schule wurde: in Weimar gelernt, dann in Weimar gelehrt.
Womit arbeitete Josef Albers in der Glaswerkstatt?
Mit Material, das sonst kaum jemand wollte: Scherben und Fensterreste, zu Tafeln zusammengesetzt.
Was geschah mit Josef Albers nach der Schließung des Bauhauses?
1933 emigrierten er und seine Frau Anni in die Vereinigten Staaten, wo seine Lehre — und seine Farbarbeit — die amerikanische Kunstausbildung über Jahrzehnte prägte. 1976 starb er in New Haven.
Kann man die Orte besuchen, an denen Josef Albers studierte und lehrte?
Ja, die Bauhaus-Universität Weimar, wo er ab 1920 studierte und ab 1923 lehrte.

Werke & Leistungen

die Glaswerkstatt des Bauhauses

der Vorkurs in Dessau

seine Lehre in den USA

Verbundene Orte in Weimar

Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar

Ab 1920 studierte er in den Weimarer Gebäuden der Schule, ab 1923 unterrichtete er dort.

Historischer Kontext

Weimarer Student von 1920, ab 1923 im Kollegium — die Schule unterrichtet ihre eigenen Leute.

Das Bauhaus wurde 1919 in Weimar gegründet und war 1925 wieder fort — Zeit genug, um zu ändern, was eine Gestaltungsschule ist, und zu wenig für die Stadt, die es hervorgebracht hat, um es zu behalten.

Mehr über diese Epoche →

Kurzprofil

Geboren:

1888

Gestorben:

1976

Nationalität:

deutsch-amerikanisch

Rollen:
MalerGestalterLehrer

Auf der Bühne

Auf der Bühne

Eine neue Art, die Dinge zu sehen

Schauspiel

Eine der Bauhaus-Biografien, an denen das Podium die frühen Jahre der Schule abliest.