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Kirche

Feininger-Kirche Gelmeroda

Petersgasse 33, 99428 Gelmeroda

Über diesen Ort

Eine Dorfkirche, die ein Bauhausmeister immer wieder gezeichnet und gemalt hat — bis das Dorf sie nach ihm nannte.

Ein Turm aus dem 13. Jahrhundert

Die ältesten Teile der Chorturmkirche in Gelmeroda entstanden zu Beginn des 13. Jahrhunderts[1] — eine schlichte Dorfkirche, wie Thüringen sie zu Hunderten hat, von der Stadt zu den Weimarer Kirchen gezählt.[2] Berühmt werden sollte an ihr nie etwas.

Die Gestalt, die einen Maler nicht losließ

Ihre Gestalt, so die Kirchengemeinde, brachte Lyonel Feininger dazu, die Kirche wieder und wieder zu zeichnen und zu malen.[1] Er war Formmeister der Druckwerkstatt des Bauhauses, und von ihm stammt der Holzschnitt der Kathedrale auf dem Titelblatt des Manifests von 1919; der Turm, zu dem er immer zurückkam, steht ein Stück vor der Stadt, in deren Schule er unterrichtete. Selten trägt ein Motiv am Ort den Namen dessen, der es gemalt hat.

Offen zur Autobahn

1994 wurde sie die erste Autobahnkirche der neuen Bundesländer[1] — eine Kirche, die für Leute offensteht, die von der Autobahn kommen, und nicht für eine Gemeinde, die zu Fuß hingeht. Sonntags um elf ist Gottesdienst, tagsüber bleibt sie offen: im Sommer von acht bis zwanzig Uhr, im Winter bis sechzehn Uhr.[1]

Was Besucher fragen

Warum heißt sie Feininger-Kirche?
Lyonel Feininger, Formmeister der Druckwerkstatt des Bauhauses, zeichnete und malte sie wieder und wieder — ihre Gestalt, so die Gemeinde, ließ ihn nicht los —, bis der Ort seinen Namen trug.[1]
Wie alt ist das Gebäude?
Die ältesten Teile der Chorturmkirche entstanden zu Beginn des 13. Jahrhunderts — eine schlichte Dorfkirche, wie Thüringen sie zu Hunderten hat, berühmt werden sollte an ihr nie etwas.[1]
Was ist eine Autobahnkirche?
Eine Kirche, die für Leute offensteht, die von der Autobahn kommen, und nicht für eine Gemeinde, die zu Fuß hingeht. Diese wurde 1994 die erste Autobahnkirche der neuen Bundesländer.[1]
Wann ist sie geöffnet?
Tagsüber — im Sommer 8–20 Uhr, im Winter 8–16 Uhr —, sonntags um 11 Uhr ist Gottesdienst.[1]

Quellen

  1. Kirche Gelmeroda (Autobahnkirche, Feiningerkirche) — Evangelischer Kirchenkreis Weimar, abgerufen am 29. August 2026
  2. Kirchen und Friedhöfe — Stadt Weimar, abgerufen am 29. August 2026

Verbundene Persönlichkeiten

Lyonel Feininger1871–1956

Maler • Grafiker • Bauhausmeister

Die Kirche, die er wieder und wieder zeichnete und malte — ihre Gestalt, sagt die Gemeinde, brachte ihn zurück.

Besuchsinformationen

Öffnungszeiten

Sommer 8–20 Uhr, Winter 8–16 Uhr; Gottesdienst sonntags 11 Uhr

Lage

Petersgasse 33, 99428 Gelmeroda

Offizielle Website

In Weimars Geschichte

Epochen

Das Motiv, zu dem ein Bauhausmeister während seiner Weimarer Lehrjahre immer wieder zurückkam.

Das Bauhaus wurde 1919 in Weimar gegründet und war 1925 wieder fort — Zeit genug, um zu ändern, was eine Gestaltungsschule ist, und zu wenig für die Stadt, die es hervorgebracht hat, um es zu behalten.

Die ältesten Teile der Chorturmkirche stammen vom Beginn des 13. Jahrhunderts.

Sechs Jahrhunderte lang ist Weimar eine kleine thüringische Stadt mit Burg, Markt und Kirche, überschattet von den größeren Nachbarn. Was das Mittelalter hier hinterlässt, ist kein Denkmal, sondern ein Grundriss — und, nach dem Stadtbrand von 1424, die beiden Bauten, um die herum alles Spätere geschieht.