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Schloss

Oberschloss Kranichfeld

Am Oberschloss 1 a, 99448 Kranichfeld

Über diesen Ort

Eine rund neunhundertjährige Burg über dem oberen Ilmtal: Palas, Kapelle und Bergfried aus dem 12. und 13. Jahrhundert, ab 1530 zum Renaissanceschloss ausgebaut, 1934 durch Brand bis auf die Grundmauern zerstört — und während der NS-Herrschaft Standort eines Außenlagers des KZ Buchenwald, dessen Häftlinge einen Teil der Ruine wieder aufrichten mussten.

Von den Herren von Kranichfeld errichtet, 12. Jahrhundert–1530

Im 12. und 13. Jahrhundert errichteten die Herren von Kranichfeld die Burg mit Palas, Kapelle und Bergfried — den üblichen Bestandteilen eines Sitzes, der verteidigt werden musste. Ab 1530 folgte der Ausbau zum Renaissanceschloss; an diesem Punkt wurden die Burgen dieser Gegend entweder wohnlich oder Ruinen.

April 1934

Durch einen Brand im April 1934 wurde das Schloss bis auf die Grundmauern zerstört.[1] Alles, was man oberhalb dieser Linie sieht, ist entweder darunter erhalten geblieben oder seither entstanden — und die neunhundert Jahre, die die Ausstellung beschreibt, liest man an einem Haus ab, das vor wenigen Generationen abbrannte.

Das Außenlager

Erste Bestrebungen zum Wiederaufbau gab es während der NS-Herrschaft, und die Stadt benennt ohne Umschweife, wie: Mit Häftlingen aus dem KZ Buchenwald bei Weimar wurde auf dem Oberschloss ein Außenlager errichtet, und unter unmenschlichen Bedingungen haben die Häftlinge einen Teil der Brandruine in einen Rohbauzustand versetzen können.[1] Das ist keine Fußnote der Baugeschichte. Der Wiederaufbau, in dem man steht, wurde von Menschen begonnen, die hier als Häftlinge dieses Lagers gefangen gehalten wurden.

Was heute hier ist, 1981–2025

Dem Verfall nach dem Krieg begegnet seit 1981 der Förderverein des Schlosses; seit Mai 2025 zeigt das Haus eine Ausstellung zu seiner rund 900-jährigen Geschichte.[1] Es gibt ein Pfingstfest und einen Weihnachtsmarkt, und getraut werden darf hier auch — die gewöhnlichen Nutzungen, die ein solches Gebäude stehen lassen.

Was Besucher fragen

Wie alt ist die Burg?
Rund neunhundert Jahre — Palas, Kapelle und Bergfried aus dem 12. und 13. Jahrhundert, ab 1530 zur Renaissanceresidenz ausgebaut.
Was geschah 1934?
Ein Brand zerstörte das Schloss bis auf die Grundmauern.[1] Alles, was man oberhalb dieser Linie sieht, ist entweder darunter erhalten geblieben oder seither entstanden.
Welche Verbindung besteht zu Buchenwald?
Auf dem Oberschloss wurde ein Außenlager des KZ Buchenwald errichtet, und unter unmenschlichen Bedingungen brachten dessen Häftlinge einen Teil der Brandruine in einen Rohbauzustand.[1] Der Wiederaufbau, in dem man steht, wurde von Menschen begonnen, die hier als Häftlinge dieses Lagers gefangen gehalten wurden.
Kann man das Schloss besichtigen?
April bis Oktober, dienstags bis sonntags und feiertags, 10–17 Uhr; montags geschlossen und im Winter (November–März) geschlossen. 7 € Vollzahler, 4 € Ermäßigungsberechtigte, Kinder und Schüler frei.[1]
Was gibt es heute zu sehen?
Eine Ausstellung zur rund neunhundertjährigen Geschichte des Schlosses, seit Mai 2025 gezeigt.[1] Dazu ein Pfingstfest, ein Weihnachtsmarkt, und getraut werden darf hier auch.

Quellen

  1. Oberschloss Kranichfeld — Stadt Kranichfeld, abgerufen am 29. August 2026

Besuchsinformationen

Eintritt

7 € Vollzahler, 4 € Ermäßigungsberechtigte, Kinder und Schüler frei.

Öffnungszeiten

April–Oktober, Di–So und Feiertage 10–17 Uhr; montags geschlossen; November–März Winterruhe.

Lage

Am Oberschloss 1 a, 99448 Kranichfeld

Offizielle Website

In Weimars Geschichte

Epochen

Zur Epoche gehört das Schloss durch das Außenlager auf seinem eigenen Gelände, nicht durch etwas, das in Weimar geschah.

Das Regime wollte Weimar wegen dessen Namen — und errichtete auf dem Berg über der Stadt ein Konzentrationslager. Beides gehört zu denselben zwölf Jahren.

In Weimars Geschichte

Am 24. Mai 1941 brachte die SS fünfzig Buchenwalder Häftlinge in einer Wagenremise in Kranichfeld unter, um ein gekauftes Schloss wiederaufzubauen — und der Zweck der Arbeit war eine Versicherungssumme.

Von 1941 bis 1943 bestand auf diesem Schloss das Außenlager; seine Häftlinge waren es, die einen Teil der Brandruine wieder aufrichteten.

Rund um Weimar

Kranichfeld

Südöstlich

Die obere der beiden Burgen der Stadt — der Grund, warum sie sich Zwei-Burgen-Stadt nennt.