Park an der Ilm
Über diesen Ort
Ein weitläufiger Landschaftspark entlang der Ilm, angelegt im späten 18. Jahrhundert unter dem Einfluss Goethes und Herzog Carl Augusts. Auf 48 Hektar verbindet der Park an der Ilm englische Landschaftsgestaltung mit malerischer Architektur. Geschwungene Wege führen über Wiesen und durch Baumgruppen zu den bekannten Punkten: Goethes Gartenhaus (das schlichte Haus von 1776 am Fluss), das Römische Haus (ein klassizistischer Pavillon, 1797–1803 für den Herzog erbaut) sowie zahlreiche Statuen und Brücken. Ab 1778 entstand die Anlage Schritt für Schritt; Goethe ließ seltene Bäume pflanzen und bezog die vorhandenen barocken Gärten in die romantische Landschaft ein. Seit Jahrhunderten spazieren hier Einheimische und Gäste — von den Dichtern der Klassik, die in der Szenerie Anregung fanden, bis zu den Weimarerinnen und Weimarern von heute. Als Teil des UNESCO-Welterbes „Klassisches Weimar“ ist der Park eine ruhige Kulturlandschaft, in der Natur und Kunst ineinandergreifen — ein Freilichtmuseum von Weimars Goldenem Zeitalter.
Verbundene Persönlichkeiten
Komponist • Musiker • Organist
Komponierte Orgelmusik für die Weimarer Schlosskapelle; eine Bach-Büste steht in der Parklandschaft
Beleg: Bach stand 1708–1717 im Weimarer Hofdienst; Erinnerungsorte in der Stadt würdigen ihn
Dichter • Staatsmann • Naturforscher
Regte den Landschaftspark an und gestaltete ihn mit; sein Gartenhaus liegt darin
Beleg: Goethe plante Teile des Parks an der Ilm und wohnte dort im Gartenhaus
Herzog • Mäzen
Ließ den Park anlegen und durchstreifte ihn oft mit Goethe; ein Denkmal für ihn steht im Park
Beleg: Der Park an der Ilm entstand ab 1778 unter Carl August gemeinsam mit Goethe
Besuchsinformationen
Eintritt frei
Park täglich rund um die Uhr zugänglich; Gartenhaus: Di–So, Zeiten saisonal
Park an der Ilm, 99425 Weimar
50.9731, 11.3364