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Park
Erbaut 1778

Park an der Ilm

Park an der Ilm, 99425 Weimar
Die weite Ilmwiese im Park an der Ilm im Sommer unter Wolkenhimmel, am Rand zwischen den Bäumen klein Goethes Gartenhaus

Die Ilmwiese im Spätsommer, am Rand Goethes Gartenhaus.

Die Ilmwiese im Spätsommer, am Rand Goethes Gartenhaus.(Weimar Web)
Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm im Herbst: das weiße Haus mit steilem Schieferdach jenseits des Flusses, links eine hohe Pappel, gelbes Laub

Goethes Gartenhaus von der anderen Ilmseite, im Oktober.

Goethes Gartenhaus von der anderen Ilmseite, im Oktober.(Weimar Web)
Das Reithaus im Park an der Ilm: langgestreckter ockerfarbener Bau mit Rundbogenfenstern im Erdgeschoss und Mansarddach, davor Rasen und Herbstbäume

Das Reithaus von der Parkseite, im Herbst.

Das Reithaus von der Parkseite, im Herbst.(Weimar Web)
Der barocke Turm des Stadtschlosses mit geschwungener Haube und Laterne, vom Park an der Ilm durch Bäume gesehen, unten Menschen auf der Wiese

Der Schlossturm — der älteste Teil des Stadtschlosses — vom Park aus gesehen.

Der Schlossturm — der älteste Teil des Stadtschlosses — vom Park aus gesehen.(Weimar Web)
Menschen auf der Wiese im Park an der Ilm an einem sonnigen Frühsommerabend, rechts eine blühende Kastanie, hinter den Bäumen die Dächer der Stadt

Die Wiese am nördlichen Ende des Parks an einem Maiabend.

Die Wiese am nördlichen Ende des Parks an einem Maiabend.(Weimar Web)
Eine Pappelallee im Park an der Ilm: zwei Reihen hoher Pappeln an einem breiten Kiesweg, am Ende ein Bogen, links eine Person auf einer Bank

Die Pappelallee nahe der Sternbrücke, im Spätsommer.

Die Pappelallee nahe der Sternbrücke, im Spätsommer.(Weimar Web)

Über diesen Ort

Der Park an der Ilm ist ein 48 Hektar großer Landschaftsgarten am Fluss, am Rand der Weimarer Altstadt, ab 1776 unter Goethes maßgeblicher Einflussnahme und ab 1778 am westlichen Ilmhang durch Herzog Carl August angelegt, mit Goethes Gartenhaus, dem Römischen Haus, dem Tempelherrenhaus und dem Liszt-Haus darin. Seit 1998 Teil des UNESCO-Welterbes „Klassisches Weimar“, ist er ganzjährig zugänglich, der Eintritt frei.

Gärten vor dem Park, 14. Jahrhundert–1685

Lange vor dem Landschaftspark gab es Gärten an der Ilm: die Schlossgärten mit dem Baumgarten am Schwansee um 1370, ab 1685 einen Sterngarten und den Welschen Garten, einen Barockgarten.[1]

Ein Landschaftsgarten, ab 1776

Die Gestaltung des Parks begann 1776 unter maßgeblicher Einflussnahme Goethes im Stil eines sentimentalen englischen Landschaftsgartens; im Frühjahr desselben Jahres erwarb er das nach ihm benannte Gartenhaus am Osthang des Parks.[1] Ab 1778 folgte die Gestaltung des westlichen Ilmhangs mit seinen Gehölzkulissen, Spazierwegen und Parkarchitekturen.[2] Herzog Carl August und Goethe schufen ein begehbares Kunstwerk mit abwechslungsreichen Landschaftsbildern, Parkarchitekturen und Sitzgelegenheiten, das bis heute der Erholung, der Bildung und dem ästhetischen Naturgenuss dient.[2]

Was darin steht, 1778–1923

Der älteste erhaltene Teil des Parks ist die Felsentreppe, das Nadelöhr; das Borkenhäuschen von 1778 war ein Rückzugsort Carl Augusts, der Schlangenstein von 1787 stammt von Martin Gottlieb Klauer.[1] 1782 ließ Carl August am Westufer der Ilm aus einer fünf Meter hohen Travertinplatte den Dessauer Stein errichten, zur Erinnerung an seine Freundschaft mit dem Fürsten von Dessau.[1] Das Römische Haus wurde 1791 bis 1798 als Gartenhaus für den Herzog gebaut.[1] Später kamen das Tempelherrenhaus, das Liszt-Haus, das 1904 aufgestellte Shakespeare-Denkmal von Otto Lessing — das erste auf europäischem Festland —, die 1912 entstandene Kopie des Euphrosyne-Denkmals und am Parkrand das Haus Am Horn hinzu.[2][1]

Welterbe, 1998, und der Besuch heute

Der Park steht beispielhaft für die Entwicklung des europäischen Landschaftsparks und wurde 1998 als Bestandteil der Welterbestätte „Klassisches Weimar“ in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.[2][1] Er erstreckt sich beiderseits der Ilm über 1,6 Kilometer bei rund 300 Metern Breite; er ist ganzjährig zugänglich, der Eintritt ist frei.[1][2]

Was Besucher fragen

Wie groß ist der Park an der Ilm?
48 Hektar, beiderseits der Ilm über 1,6 Kilometer Länge und rund 300 Meter Breite.
Wer hat den Park angelegt?
Herzog Carl August und Goethe: Die Gestaltung begann 1776 unter Goethes maßgeblicher Einflussnahme, ab 1778 wurde der westliche Ilmhang mit Gehölzkulissen, Spazierwegen und Parkarchitekturen gestaltet.
Was gibt es im Park zu sehen?
Goethes Gartenhaus, das Römische Haus, das Tempelherrenhaus und das Liszt-Haus; das Borkenhäuschen, den Schlangenstein, den Dessauer Stein, das Shakespeare-Denkmal von 1904 und das Euphrosyne-Denkmal; am Parkrand das Haus Am Horn.
Ist der Park geöffnet, und kostet er Eintritt?
Er ist ganzjährig zugänglich, und der Eintritt ist frei.
Ist der Park UNESCO-Welterbe?
Ja, seit 1998, als Bestandteil des Ensembles „Klassisches Weimar“.

Verbundene Persönlichkeiten

Verleger • Unternehmer • Hofbeamter

Er arbeitete dessen Entwürfe mit Goethe aus.

Dichter • Staatsmann • Naturforscher

Ab 1778 legte er den Park gemeinsam mit Carl August an; sein Gartenhaus steht darin.

Herzogin • Großherzogin

Das Borkenhäuschen am Ilmhang ist, was vom Luisenkloster blieb, das Goethe 1778 zu ihrem Namenstag errichten ließ.

Carl August1757–1828

Herzog • Großherzog • Mäzen

Mit Goethe legte er den Park ab 1776 an; ab 1778 den westlichen Hang, und das Borkenhäuschen jenes Jahres war sein Rückzugsort.

Quellen (2)

  1. Park an der Ilm — Wikipedia (de), abgerufen am 30. August 2026
  2. Park an der Ilm — Klassik Stiftung Weimar, abgerufen am 30. August 2026

Besuchsinformationen

Eintritt

Eintritt frei

Öffnungszeiten

Ganzjährig zugänglich

Lage

Park an der Ilm, 99425 Weimar

50.9731, 11.3364

Offizielle Website

Übernachten und essen in der Nähe

Übernachten

Beethovenplatz 1-2, 99423 Weimar

Die Komfortzimmer blicken zum Park an der Ilm.

Leonardo Hotel WeimarMittelklassehotel

Belvederer Allee 25, 99425 Weimar

Das Hotel steht direkt gegenüber dem Park.

Veranstaltungen an diesem Ort

Veranstaltungen

Altstadtführung Klassisches Weimar

Freitags 18 Uhr, samstags 16 Uhr, rund neunzig Minuten

Unter Goethes Einfluss angelegt und Teil der Strecke.

Großer Stadtrundgang

Täglich 10 und 14 Uhr, rund zwei Stunden

Der Weg fällt auf halber Strecke in den Park.

Unterwegs mit dem Weimarer Nachtwächter

Freitags und samstags ab 20:30 Uhr, 21. März bis 1. November

Der Weg fällt in den Park ab, bevor er zum Schloss wieder ansteigt.

UNESCO-Welterbetag

Ein Tag im Juni

Der Park bildet mit dem Römischen Haus eine Liegenschaft — die Landschaft, die Goethe ab 1778 mit anlegen ließ.

Weimarer Stadtlauf

Der Samstag des Zwiebelmarkts, im Oktober

Etwa die Hälfte jeder Runde läuft auf den befestigten Wegen des Parks.

Weimarer Zwiebelmarkt

Zweites Oktoberwochenende, jedes Jahr

Der Stadtlauf am Samstag verlässt die Straßen und führt durch den Park.

In Weimars Geschichte

Historische Orte

Marienstraße 17, 99423 Weimar

Das Haus steht am Rand des Parks an der Ilm — es war Hofgärtnerhaus, bevor es Liszts Wohnung wurde.

Goethes GartenhausHistorisches Haus

Park an der Ilm, 99425 Weimar

Goethes Haus am Osthang des Parks, im Frühjahr 1776 erworben.

Park an der Ilm, 99423 Weimar

Eine der Parkarchitekturen auf dem Gelände.

ParkhöhleHistorischer Ort

Park an der Ilm, 99423 Weimar

Die Stollen verlaufen zwölf Meter unter dem Park; der Zugang liegt in ihm.

ReithausHistorisches Gebäude

Park an der Ilm, 99423 Weimar

Das Reithaus steht im Park, ein Stück entfernt von den Gebäuden, die die Schule in der Stadt nutzte.

Römisches HausHistorisches Gebäude

Park an der Ilm, 99423 Weimar

Es steht im Park über den Ilmwiesen und bewahrt heute dessen originale Plastiken.

Epochen

Weimarer Klassik1775–1832

Der Landschaftsgarten, den ein Herzog und sein Geheimrat aus dem Flusstal machten — und die Kulisse, um die die Häuser der Epoche stehen.

Rund sechzig Jahre lang lag der Mittelpunkt der deutschen Literatur in einem Herzogtum mit ein paar tausend Einwohnern — weil dessen Fürst Schriftsteller einlud und ihnen anschließend Ämter gab. Das ist der ganze Mechanismus, und er lief von Goethes Ankunft 1775 bis zu seinem Tod 1832.

In Weimars Geschichte

Zweimal in drei Jahren setzte das Welterbekomitee Weimar auf seine Liste: am 7. Dezember 1996 die Bauhaus-Bauten, am 2. Dezember 1998 die elf Denkmäler des Klassischen Weimar.

Der Park mit Römischem Haus, Goethes Gartenhaus und seinem Garten ist seit 1998 eines der elf Denkmäler des Klassischen Weimar.