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Museum

Stadtmuseum Weimar (Bertuchhaus)

Weimarer Innenstadt, 50 Meter vom Goetheplatz
Das Bertuchhaus, Sitz des Stadtmuseums Weimar: langgestreckter ockerfarbener Bau mit roten Ziegeldächern, kleiner Dachlaterne, Rundfenstern und einer Durchfahrt, in der Abenddämmerung über einen gepflasterten Vorplatz gesehen

Das Bertuchhaus, Haus des Stadtmuseums, im Abendlicht.

Das Bertuchhaus, Haus des Stadtmuseums, im Abendlicht.(Weimar Web)

Über diesen Ort

Das Stadtmuseum Weimar ist das Museum der Stadt über die Stadt: wovon sie lebte, was sie herstellte, wie sie einer Republik ihren Namen gab. Gezeigt wird das im Bertuchhaus, dem Haus des Verlegers Friedrich Justin Bertuch, des größten Unternehmers im Weimar der Goethezeit, fünfzig Meter vom Goetheplatz.

Bertuchs Haus, 1780–1803

Friedrich Justin Bertuch (1747–1822) war Schriftsteller, Verleger und, wie das Museum formuliert, der bedeutendste Unternehmer im Weimar der Goethezeit.[1] Sein klassizistisches Wohn- und Geschäftshaus entstand zwischen 1780 und 1803 in zwei Bauabschnitten.[1] Das ist das andere Weimar der klassischen Zeit: Während am Hof geschrieben wurde, musste jemand einen Verlag, einen Exporthandel und eine Lohnliste führen — und er tat es von diesem Haus aus.

Thüringens erstes Stadtmuseum, 1903–1954

Das Museum ging aus privaten Sammlungen des 19. Jahrhunderts hervor und wurde 1903 in städtische Verwaltung übernommen — damit war es das erste Stadtmuseum Thüringens.[1] 1954 bezog es das Bertuchhaus.[1]

Was gezeigt wird

Die Dauerausstellung nimmt sich ausgewählte Themen der Stadtgeschichte vor: den Alltag seit dem späten 18. Jahrhundert, Bertuch und die Generationen nach ihm — die Frorieps —, Wirtschaftsgeschichte und Sozialstruktur sowie die Zeit der Weimarer Republik.[2] Ihr Kernstück ist „Demokratie aus Weimar. Die Nationalversammlung 1919“: die Versammlung, die die Verfassung schrieb, erzählt von der Stadt her und nicht vom Parlament her.[2]

Die Dinge selbst

Musikautomaten, ein Hochrad und ein Motorrad. Möbel nach Entwürfen Henry van de Veldes. Ein Grafik-Atelier, inszeniert mit der originalen Ausstattung des Künstlers Alexander Olbricht.[2] Und im Erdgeschoss ein Zeitstrahl, der vom Ehringsdorfer Urmenschen bis in die Gegenwart reicht.[2]

Was Besucher fragen

Wovon handelt das Stadtmuseum Weimar?
Von der Stadt selbst: wovon Weimar lebte, was es herstellte und wie es einer Republik seinen Namen gab — gezeigt im Haus Friedrich Justin Bertuchs, des größten Unternehmers im Weimar der Goethezeit.[1]
Wer war Bertuch?
Friedrich Justin Bertuch (1747–1822), Schriftsteller, Verleger und, wie das Museum formuliert, der bedeutendste Unternehmer im Weimar der Goethezeit. Sein klassizistisches Wohn- und Geschäftshaus entstand zwischen 1780 und 1803.[1]
Was ist die Kernausstellung?
„Demokratie aus Weimar. Die Nationalversammlung 1919“ — die Versammlung, die die Verfassung schrieb, erzählt von der Stadt her und nicht vom Parlament her.[2]

Verbundene Persönlichkeiten

Verleger • Unternehmer • Hofbeamter

Sein Wohn- und Geschäftshaus, 1780–1803 erbaut, beherbergt seit 1954 das Museum der Stadt.

Architekt • Designer • Gründer der Weimarer Kunstgewerbeschule

Möbel nach seinen Entwürfen gehören zur Dauerausstellung.

Quellen (2)

  1. Geschichte — Stadtmuseum Weimar, abgerufen am 29. August 2026
  2. Dauerausstellung — Stadtmuseum Weimar, abgerufen am 29. August 2026

Besuchsinformationen

Lage

Weimarer Innenstadt, 50 Meter vom Goetheplatz

Offizielle Website

In Weimars Geschichte

In Weimars Geschichte

Am 6. Februar 1919 trat die Versammlung, die Deutschland eine Verfassung geben sollte, zum ersten Mal zusammen — in einem elf Jahre alten Hoftheaterbau. Weimar wurde gewählt, weil Berlin zu gefährlich war.

Das Kernstück der Ausstellung erzählt die Versammlung von der Stadt her.