Schloss und Park Tiefurt
Über diesen Ort
Ab 1781 machte Anna Amalia dieses kleine Haus an der Ilm zu ihrem Sommersitz — und nutzte es für genau das, worin ein Hof schlecht ist: geselligen künstlerischen und musischen Zeitvertreib fernab des höfischen Zeremoniells. Zu Gast waren unter anderen Goethe, Herder, Wieland und Schiller. Der Eintritt ist frei.
Fernab des Zeremoniells, 1765–1807
Der Bau begann als Pachthaus — das heutige stammt von 1765[1] —, und darin liegt der erste Hinweis auf seinen Zweck. Sie wollte einen Ort, an den das Protokoll nicht reichte, und behielt ihn bis zu ihrem Tod 1807.[1] Die Räume tragen Namen statt Nummern: Goethezimmer, Musikzimmer, Speisezimmer, Kaminzimmer, Schlafzimmer.[1] Ein Haus im Maßstab eines Gesprächs — deshalb hat es funktioniert.
Was darin steht, 1788–1790
Skulpturen und Büsten des Hofbildhauers Martin Gottlieb Klauer; Porzellan aus China, Meißen und Wien; Arbeiten zur Erinnerung an ihre Italienreise von 1788 bis 1790; und in der Kalten Küche historische Schauessen aus Porzellan, Wachs und Papiermaché.[1] Gerade Letzteres hat sonst kaum irgendwo überdauert — und es sagt über die Gastlichkeit des 18. Jahrhunderts mehr als jedes Porträt.
Der Park
Einundzwanzig Hektar sanft abfallender Wiesen mit schönen Baumgruppen an der Ilm, dazwischen Denkmäler: der Musentempel, das Vergilgrab, Gedenksteine und Tafeln.[1] Eine Landschaft, die zum Gehen im Gespräch angelegt ist — frei zugänglich, in der Saison von Dienstag bis Sonntag geöffnet, im Winter geschlossen.[1]
Was Besucher fragen
- Wofür wurde Tiefurt genutzt?
- Als Sommersitz Anna Amalias ab 1781, bis zu ihrem Tod 1807 gehalten, für geselligen künstlerischen und musischen Zeitvertreib fernab des höfischen Zeremoniells — genau das, worin ein Hof schlecht ist.[1]
- Wer war zu Gast?
- Goethe, Herder, Wieland und Schiller waren unter den Gästen. Einer der benannten Räume ist das Goethezimmer.[1]
- Was ist darin zu sehen?
- Skulpturen und Büsten des Hofbildhauers Martin Gottlieb Klauer, Porzellan aus China, Meißen und Wien, Arbeiten zur Erinnerung an Anna Amalias Italienreise von 1788 bis 1790, und in der Kalten Küche historische Schauessen aus Porzellan, Wachs und Papiermaché.[1]
- Ist der Eintritt frei, und wann ist geöffnet?
- Ja, frei. Dienstag bis Sonntag, 11–17 Uhr, im Winter geschlossen — der Park selbst umfasst 21 Hektar Wiesen und Denkmäler an der Ilm.[1]
Verbundene Persönlichkeiten
Herzogin • Regentin • Mäzenin • Komponistin
Ab 1781 bis zu ihrem Tod 1807 ihr Sommersitz — für Geselligkeit fernab des Zeremoniells.
Dichter • Staatsmann • Naturforscher
Einer der Gäste, die sie hier empfing; ein Raum trägt seinen Namen.
Schriftsteller • Dichter • Übersetzer
Einer der Gäste, die das Haus als hier empfangen nennt.
Quellen (1)
- Schloss und Park Tiefurt — Klassik Stiftung Weimar, abgerufen am 29. August 2026
Besuchsinformationen
Eintritt frei
Di–So 11–17 Uhr; im Winter geschlossen
Hauptstraße 14, 99425 Weimar-Tiefurt
50.9942, 11.3637
Veranstaltungen an diesem Ort
Veranstaltungen
Ein Tag im Juni
Tiefurt ist als Schloss und Park in einem benannt — Anna Amalias Sommersitz und die Anlagen, in denen ihr Kreis spazieren ging.
Ein Tag Anfang Oktober
Die Wanderungen führen um den Ort, in dem Schloss und Park stehen — deshalb ist ein Wandertag hier mehr als Bewegung.
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Die Epoche im Privaten: ein kleines Haus, eine kurze Gästeliste, kein Protokoll.
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Schloss und Park bilden seit 1998 eines der elf Denkmäler des Klassischen Weimar.