Besuch vom Teufel – Goethes letzte Tage
Von Walter Hesse
Mephisto besucht seinen Autor in dessen letzten Monaten — und urteilt über den Menschen, nicht über das Werk.
In 7 Tagen
9. September 2026 · 20:00 Uhr
Über Besuch vom Teufel – Goethes letzte Tage
„Ein Endspiel“ nennt es das Haus, und der Besucher ist ein Teufel. Goethe ist zweiundachtzig und wird von seiner Schwiegertochter Ottilie versorgt, als eine Gestalt aus seinem eigenen Faust im Haus am Frauenplan erscheint, um abzurechnen. Der Satz, um den herum der Abend gebaut ist, gehört Mephisto und trennt schonungslos den Autor von seiner Produktion: „an Deinem Werk ist nicht zu rütteln, es wird in alle Ewigkeit Bestand haben, aber der Mensch Goethe - eine Katastrophe“. Danach zieht der Alte Bilanz, und das Urteil, zu dem der Abend kommt, fällt hart aus.
Vorstellungen
Ebenfalls auf dieser Bühne
Wo
Lucas-Cranach-Haus, Markt 11/12, 99423 Weimar
Veranstalter
Theater im Gewölbe
Angaben beim Veranstalter geprüft am 29. August 2026
Orte und Personen
Persönlichkeiten
1749–1832 • Dichter • Staatsmann • Naturforscher
Er ist Gegenstand und Figur: Sein eigener Mephisto kommt, um in den letzten Monaten sein Leben zu prüfen.
1796–1872 • Herausgeberin • Gastgeberin
Sie ist die zweite Rolle: die Schwiegertochter, die ihn durch die letzten Monate pflegt — hier gespielt von Heike Meyer.
Epochen
Spielt ganz am Ende der klassischen Jahrzehnte, im Haus am Frauenplan.
Rund sechzig Jahre lang lag der Mittelpunkt der deutschen Literatur in einem Herzogtum mit ein paar tausend Einwohnern — weil dessen Fürst Schriftsteller einlud und ihnen anschließend Ämter gab. Das ist der ganze Mechanismus, und er lief von Goethes Ankunft 1775 bis zu seinem Tod 1832.