Goethe und Anna Amalia
Von Walter Hesse
„Eine unmögliche Liebe“: das Gerücht, Goethe und die verwitwete Herzogin seien ein heimliches Paar gewesen — einen Abend lang ernst genommen.
In 5 Tagen
7. September 2026 · 20:00 Uhr
Über Goethe und Anna Amalia
„Hartnäckig halten sich bis heute die Gerüchte: Goethe und die verwitwete Herzogin Anna Amalia waren ein leidenschaftliches, heimliches Liebespaar.“ So kündigt das Haus den Abend an. Es ist eine dieser Weimarer Geschichten, die kein Dokument entscheidet und kein Gespräch in der Stadt ganz fallen lässt, und das Stück spielt sie als das, was sie ist: eine unmögliche Liebe, verhandelt statt bewiesen. Geschrieben hat es Walter Hesse; Regine Heintze spielt Anna Amalia, Heike Meyer ihre Hofdame Luise von Göchhausen — die klügere Wahl, denn die Frau, die an diesem Hof alles sah, ist die bessere Zeugin. Es ist zugleich das, was das Haus am späten Silvesterabend spielt.
Vorstellungen
Ebenfalls auf dieser Bühne
Wo
Lucas-Cranach-Haus, Markt 11/12, 99423 Weimar
Veranstalter
Theater im Gewölbe
Angaben beim Veranstalter geprüft am 29. August 2026
Orte und Personen
Persönlichkeiten
1749–1832 • Dichter • Staatsmann • Naturforscher
Die eine Hälfte des Gerüchts.
1739–1807 • Herzogin • Regentin • Mäzenin • Komponistin
Die verwitwete Herzogin, deren Hof Goethe nach Weimar zog — und die andere Hälfte des Gerüchts.
Epochen
Im Kreis um Anna Amalia beginnen die klassischen Jahrzehnte.
Rund sechzig Jahre lang lag der Mittelpunkt der deutschen Literatur in einem Herzogtum mit ein paar tausend Einwohnern — weil dessen Fürst Schriftsteller einlud und ihnen anschließend Ämter gab. Das ist der ganze Mechanismus, und er lief von Goethes Ankunft 1775 bis zu seinem Tod 1832.