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Theater

Goethe und seine Schauspiel-Diva

Von Walter Hesse

Weimars erste Schauspieldiva blickt von einer Wolke zurück, mit ihrer Kammerjungfer und einem Erzengel als Gesellschaft.

15Sep

In 13 Tagen

15. September 2026 · 20:00 Uhr

Über Goethe und seine Schauspiel-Diva

„Zwei Engel auf ihrer Wolke – Corona Schröter, die erste Schauspieldiva Weimars und ihre Kammerjungfer Wilhelmine Probst“, kündigt das Haus an; als Dritter kommt der Erzengel Gabriel dazu. Von dort oben schauen sie auf das heutige Weimar und auf die eigenen Anfänge darin, und der Abend handelt am Ende von dem, woraus eine Theaterlaufbahn überwiegend besteht: aus Hoffen, Warten und jener besonderen Schwermut, in einer kleinen Residenzstadt glänzend zu sein.

Die Frau, der dieser Abend gehört

Schröter kam 1776, fünfundzwanzigjährig und bereits im Beruf, an einen Hof, der noch nicht entschieden hatte, ob Auftreten eine Profession ist oder ein Zeitvertreib für die eigenen Leute. 1779 gab sie die Titelrolle in Goethes Iphigenie, Goethe selbst den Orest. Dies ist die einzige Inszenierung im laufenden Repertoire der Stadt, die ihr einen ganzen Abend gibt statt einer Fußnote in dem eines anderen.

Vorstellungen

Wo

Theater im Gewölbe

Lucas-Cranach-Haus, Markt 11/12, 99423 Weimar

Veranstalter

Theater im Gewölbe

Karten und Details bei theater-im-gewoelbe.deIn Google Maps öffnen

Angaben beim Veranstalter geprüft am 29. August 2026

Orte und Personen

Persönlichkeiten

Corona Schröter

1751–1802Sängerin • Schauspielerin • Komponistin

Der Abend gehört ihr — der Sängerin und Schauspielerin, die das Haus Weimars erste Schauspieldiva nennt.

Johann Wolfgang von Goethe

1749–1832Dichter • Staatsmann • Naturforscher

Die andere Hälfte des Titels, und der Mann, dessen Theater ihre Weimarer Laufbahn ermöglichte und begrenzte.

Epochen

Weimarer Klassik17751832

Das Hoftheater der klassischen Jahrzehnte, aus der Sicht der Spielerin gesehen.

Rund sechzig Jahre lang lag der Mittelpunkt der deutschen Literatur in einem Herzogtum mit ein paar tausend Einwohnern — weil dessen Fürst Schriftsteller einlud und ihnen anschließend Ämter gab. Das ist der ganze Mechanismus, und er lief von Goethes Ankunft 1775 bis zu seinem Tod 1832.