Goethe & Wieland
Zwei der vier Namen vom Weimarer Denkmalsockel, nebeneinandergestellt mit dem, was sie über die Liebe schrieben.
In 29 Tagen
1. Oktober 2026 · 20:00 Uhr
Über Goethe & Wieland
„Lobgesänge auf die Liebe“ steht als Unterzeile darüber, und der Abend nimmt von beiden das Beste zum Thema. Interessant ist die Paarung: Wieland war vor Goethe in Weimar, war der Grund, weshalb eine Herzogin überhaupt glaubte, diese Stadt könne Dichter halten — und ist heute der eine der vier Klassiker, den Gäste nicht einordnen können. Das Haus schreibt ihm zu, „enorme Eleganz und Leichtigkeit“ in die deutsche Sprache gebracht zu haben, und zitiert ihn über das Paradox der Liebe: zwei grundverschiedene Wesen, aneinandergebunden und einander dauerhaft missverstehend. Getragen wird der Abend von einem Schauspieler und einem Musiker, was für Gedichte über das Begehren das richtige Format ist.
Vorstellungen
- 1. Oktober 2026, 20:00 UhrKarten →
Ebenfalls auf dieser Bühne
Wo
Lucas-Cranach-Haus, Markt 11/12, 99423 Weimar
Veranstalter
Theater im Gewölbe
Angaben beim Veranstalter geprüft am 29. August 2026
Orte und Personen
Persönlichkeiten
1749–1832 • Dichter • Staatsmann • Naturforscher
Die eine Hälfte der Paarung; der Abend stellt seine Liebeslyrik gegen die Wielands.
1733–1813 • Schriftsteller • Dichter • Übersetzer
Die andere Hälfte — und derjenige, für den das Haus die Lanze bricht: Eleganz und Leichtigkeit im Deutschen.
Epochen
Zwei der vier Autoren, auf denen die Epoche steht, gegeneinander gelesen.
Rund sechzig Jahre lang lag der Mittelpunkt der deutschen Literatur in einem Herzogtum mit ein paar tausend Einwohnern — weil dessen Fürst Schriftsteller einlud und ihnen anschließend Ämter gab. Das ist der ganze Mechanismus, und er lief von Goethes Ankunft 1775 bis zu seinem Tod 1832.