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Theater

Christiane und Goethe

Die eine Weimarer Beziehung, die die Stadt nie verzieh: Goethe und Christiane Vulpius, unter dem Urteil des Herzogs gespielt.

5Sep

In 3 Tagen

5. September 2026 · 18:00 Uhr

Über Christiane und Goethe

„Die Vulpius hat alles verdorben!“ — der Satz, den der Abend als Motto führt, stammt von Herzog Carl August, und er sagt, wie der Hof die Nachricht aufnahm. Dreiundzwanzig Jahre war Christiane Vulpius, der Geheime Rat achtunddreißig, als es begann: sie eine Arbeiterin aus der Kunstblumenmanufaktur, er der berühmteste Mann Deutschlands, und die Weimarer Gesellschaft weigerte sich noch jahrelang, sie zu empfangen. Zwei Schauspieler spielen das in den Gewölben des Cranach-Hauses. Es ist der nützlichste Abend der Stadt, wenn man verstehen will, wie sich die Klassik von innen anfühlte und nicht bloß, wie sie sich begehen lässt.

Vorstellungen

Wo

Theater im Gewölbe

Lucas-Cranach-Haus, Markt 11/12, 99423 Weimar

Veranstalter

Theater im Gewölbe

Karten und Details bei theater-im-gewoelbe.deIn Google Maps öffnen

Angaben beim Veranstalter geprüft am 29. August 2026

Orte und Personen

Persönlichkeiten

Johann Wolfgang von Goethe

1749–1832Dichter • Staatsmann • Naturforscher

Die eine Hälfte des Paares, um das es geht.

Carl August

1757–1828Herzog • Großherzog • Mäzen

Der Titelsatz „Die Vulpius hat alles verdorben!“ ist seiner, so druckt ihn das Haus.

Christiane von Goethe

1765–1816Gefährtin • Ehefrau Goethes

Epochen

Weimarer Klassik17751832

Das Privatleben hinter den klassischen Jahrzehnten, an einem Hof, der sie nicht empfing.

Rund sechzig Jahre lang lag der Mittelpunkt der deutschen Literatur in einem Herzogtum mit ein paar tausend Einwohnern — weil dessen Fürst Schriftsteller einlud und ihnen anschließend Ämter gab. Das ist der ganze Mechanismus, und er lief von Goethes Ankunft 1775 bis zu seinem Tod 1832.