Ilmenau
Über Ilmenau
Ilmenau liegt im Ilmtal am Rand des Thüringer Waldes, unter dem Kickelhahn, seinem Hausberg. Goethe kam 26 Mal zwischen 1776 und 1831 hierher — nicht als Gast, sondern als der Amtsträger, der die Kupfer- und Silberbergwerke der Stadt wieder eröffnete und ihr Steuerwesen ordnete;[1] die Räume, die er nutzte, sind heute ein Museum, und eine kleine Schutzhütte auf dem Berg über der Stadt trägt das Gedicht, das er dort 1780 schrieb. Seit 1894 ist die Stadt außerdem Sitz einer technischen Universität, heute mit rund viertausend Studierenden.[2]
Ein Amtsträger, kein Gast, 1776–1831
Goethes Ilmenau war Amtsgeschäft: Als Leiter der Bergbau-Kommission arbeitete er daran, die seit 1739 stillliegenden Kupfer- und Silberbergwerke wieder zu eröffnen, als Leiter der Steuerkommission ordnete er ein zerrüttetes Finanzwesen. Sechsundzwanzig Besuche über fünfundfünfzig Jahre, 1776 bis 1831, sind die Bilanz.[1]
Ein Gedicht an einer Hüttenwand, 1780–1874
Am 6. September 1780 schrieb Goethe acht Zeilen an die Wand einer Schutzhütte auf dem Kickelhahn, dem bewaldeten Berg über der Stadt: „Über allen Gipfeln ist Ruh.“ Durch die Unachtsamkeit von Beerensammlern brannte die Hütte 1870 ab; vier Jahre später wurde sie originalgetreu wiederaufgebaut, und die Verse sind heute in sechzehn Sprachen zu lesen — frei zugänglich für jeden, der hinaufsteigt.
Universitätsstadt seit 1894
Ilmenaus zweite Institution ist um mehr als ein Jahrhundert jünger: Das Thüringische Technikum, 1894 als private Bildungsstätte gegründet, wurde zur heutigen Technischen Universität Ilmenau, mit knapp viertausend Studierenden[2] in einer Stadt mit knapp vierzigtausend Einwohnern.[3]
Was Besucher fragen
- Wofür ist Ilmenau bekannt?
- Für Goethes sechsundzwanzig Amtsbesuche zwischen 1776 und 1831 als Verwalter, der den Bergbau der Stadt wiederbelebte,[1] und für das Gedicht, das er 1780 auf dem Kickelhahn über der Stadt schrieb.
- Warum kam Goethe so oft nach Ilmenau?
- Als Leiter der Bergbau- und Steuerkommission, um die seit 1739 stillliegenden Kupfer- und Silberbergwerke wieder zu eröffnen und die Finanzen neu zu ordnen — sechsundzwanzig Besuche über fünfundfünfzig Jahre, 1776 bis 1831.[1]
- Was schrieb Goethe auf dem Kickelhahn?
- „Über allen Gipfeln ist Ruh“, geschrieben an die Wand einer Berghütte am 6. September 1780. Die Hütte brannte 1870 ab und wurde vier Jahre später originalgetreu wiederaufgebaut.
- Was gibt es sonst noch in Ilmenau zu sehen?
- Das GoetheStadtMuseum in den Räumen, die Goethe bei seinen Besuchen nutzte, den Kickelhahn mit seinem Aussichtsturm sowie zwei weitere Goethe-Orte in der Nähe, Museum Jagdhaus Gabelbach und Museum Goethehaus Stützerbach.
- Ist Ilmenau eine Universitätsstadt?
- Ja — seit 1894, als das Thüringische Technikum gegründet wurde; daraus wurde die heutige Technische Universität Ilmenau mit knapp viertausend Studierenden.[2]
Quellen
- Goethe in Ilmenau — goethe-ilmenau.de, abgerufen am 30. August 2026
- Technische Universität Ilmenau — Wikipedia, abgerufen am 30. August 2026
- Ilmenau — Wikipedia, abgerufen am 30. August 2026
Auf einen Blick
Höhepunkte & Sehenswertes
Historische Bedeutung
Die Stadt, die Goethe zwischen 1776 und 1831 26 Mal besuchte, als Amtsträger für die Wiederbelebung ihres Bergbaus und die Reform ihres Steuerwesens zuständig — und der Ort, auf dessen Hausberg eines seiner bekanntesten Gedichte entstand.
In der Nähe entdecken
Übernachten und essen in der Nähe
Historische Orte
Die Schutzhütte auf dem Kickelhahn, an deren Wand Goethe 1780 „Über allen Gipfeln ist Ruh“ schrieb.
Am Markt 1 (Amtshaus), 98693 Ilmenau
Die Räume im Amtshaus, die Goethe bei 26 Besuchen zwischen 1776 und 1831 als Dienstwohnung nutzte.
Lesenswert
Persönlichkeiten
1749–1832 • Dichter • Staatsmann • Naturforscher
1759–1805 • Dichter • Dramatiker • Historiker
1739–1807 • Herzogin • Regentin • Mäzenin • Komponistin
1883–1969 • Architekt • Gründer und Direktor des Bauhauses • Lehrer
Historische Orte
Frauenplan 1, 99423 Weimar
Platz der Demokratie 1, 99423 Weimar
Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar
Buchenwald, 99427 Weimar